Samstag, 10. Dezember 2016

Handyreparatur from hell


Freitags, kurz vor zwölf.
Urlaubstag.

Sie wissen schon.
Resturlaubzwangsabbau.
Erledigungen-Tag.

So stehe ich kurz vorm Mittag im Laden des südländischen Handy-dealers hier am Ort.
Eigentlich sollte ich JETZT hier gar nicht mehr stehen.

Ich war nämlich schon vor 7 Tagen hier.

Weil mein scheiß Samsung S6 mit seiner hervorstehenden Kamera genau DA einen Riss bekommen hat und sich soviel Staub und Dreck genau vor der Linse gesammelt hat, dass alle meine Handyfotos jetzt aussehen wie bei "Gorillas im Nebel".

Und da mir der gleiche Typ damals gesagt hat, er müsse die Linse bestellen, die sei in 1-2 Tagen da und er rufe mich an, sollte ich JETZT, 7 Tage später, hier gar nicht mehr stehen.

Weil der nämlich natürlich NICHT bei mir angerufen hat und ich den Kram jetzt erledigt haben will ("Handy können Sie dann hier lassen, Reparatur dauert nur 20 Minuten").

Vor mir dran ist eine wetter- und wandererfahrene Hausfrau in den sehr späten Vierzigern.

Ersteres schließe ich aus ihrer wasserabweisenden windbreaker outdoor-trekking-Kleidung samt Knöchelsteigstiefeln mit fingerdicker Schnürung (mitten in der Stadt, der zentrale Einkaufstag der Woche scheint eine Herausforderung zu sein), Letzteres aus ihrer Kylie-Minogue-Dauerwelle im 80er-Schäfchen-Stil.

Sie sieht sich noch am Glasständer die ausgestellten Gebrauchtwaren an, sehr löblich.
Dann kann ich ja mein Anliegen vorbringen.

Der junge Mann kann sich noch an mich erinnern, immerhin.
Er muss aber nochmal nachfragen.
Wegen der Ersatzlinse.
Das dauert nochmal 5 Minuten im Hinterzimmer und dann kommt er zurück und sagt mir, die Ware werde definitiv heute nachmittag geliefert und dann rufe er mich wieder an.


Sie erraten, was er bis abends nicht getan haben wird?

Nun habe ich noch einen Genusshappen für alle iPhone 7plus-Nutzer unter Ihnen:

Als ich noch im Laden bin, ruft ein Kunde an.
Fragt nach einer Glasreparatur für sein Smartphone.
Welches es denn sei.
Ein iPhone 7plus.

Da sei eine Glasreparatur nicht möglich, sagt der junge Mann!
Denn: Da müsse das komplette Display ersetzt werden, also inklusive der gesamten Elektronik darunter.
Ob es nicht einfach gehe, oben das Glas zu wechseln, fragt der Anrufer.
Nein, denn da sei kein Glas mehr "drauf", das sei jetzt alles quasi "eins".

Was denn die Reparatur mit Displaytausch kosten würde.
Und da sagt der junge Mann: "Mit 400 Euro müssen Sie auf jeden Fall rechnen!"

Das Telefonat endet etwa 10 Sekunden danach.
Und SIE können sich jetzt mal überlegen, was Sie sich als nächstes Handy schon mal NICHT anschaffen ;-).

Freitag, 9. Dezember 2016

Screenshotfriday KW 49



[ 2 Tage Wochenende.
Und dann gleich anschließend 2 Tage Allgäu.

Private Abschlussfeier, nur Jungs.
'Jemand Erfahrungen mit der Gegend um Pfronten? ]














 



Donnerstag, 8. Dezember 2016

die Schnellfickerhose


Es ist nicht ganz zutreffend zu behaupten, ich dächte praktisch.
Das tue ich nämlich nicht.

Dazu bedürfte es nämlich einer praktischen Erfahrung, womöglich einer selbst erlebten, ganz schlimm noch einer handwerklichen Eigenerfahrung.
Damit kann, damit WILL ich nicht dienen - mir reicht, alles auch einfach nur so besser zu wissen.


[ 'verstehe die dringende Empfehlung meines Vaters,
doch bitte auf jeden Fall BEAMTER zu werden,
mit zunehmendem Alter immer besser. ]

Wie ich aber IMMER zu denken vermag, ist FAUL.
Wenn Sie Interesse haben an einer Lösung, die möglichst wenig Aufwand durch einen selbst erfordert - fragen Sie mich! Ohne zu zögern.

Aufschieben, outsourcen, kanalisieren, repriorisieren, beiseiteräumen?
WAGEN SIE ES NICHT, es in diesen Disziplinen mit mir aufzunehmen.
Sie würden jaulend rückwärts vom Feld humpeln wie ein etwas zu optimistischer Jungfuchs nach der Erstbegegnung mit einem Stachelschwein.

Nach diesen einleitenden Worten stellt sich die Frage nach dem inhaltlichen Kontext des bis hierher vorgebrachten contents (falls Sie sich diese Frage bis hierher noch NICHT gestellt haben, können Sie auch weiter BILD, ZEIT oder SPIEGEL lesen, es fällt dann nicht weiter auf).

Auf dem nachfolgenden Beweismittel sehen Sie auch ohne Zuhilfenahme fielmannscher Gestell- und Glasschliffarbeiten 2 Hosen:



Es sind Modelle identischer Größe und Art, aber unterschiedlicher Serie.
Die eine hat oben keinen Gummibund mehr, wie Sie sehen.

Dies liegt daran, dass dieser durch den hiesigen Fachbetrieb (also türkische Schneiderin) exakt nach meinen Handlungsanweisungen abgetrennt und neu versetzt wurde.

Hintergrundinformation zur Historie des Geschehens:

Die UNTERE Hose auf dem Bild besitze ich seit etwa 9 Jahren.
In stillem Gedenken an die erste RTL-BigBrother-Staffel heißt hausintern diese Hose "Schnellfickerhose".

Ich darf sagen, dass diese gemeinsamen 9 Jahre von durchaus turbulenten Zeiten und außergewöhnlichen Belastungsphasen geprägt waren.

Es sei hier nur exemplarisch an die wilden "Einweihungs-Wochen" in der neuen Wohnung erinnert,
in deren Folge die Gattin nach Erstbezug in jedem Raum wiederholt praktischen Übungshandlungen
im Rahmen der ehelichen Pflichten unterzogen wurde.

Ein außerordentliches textiles Spannnungsfeld, gleich vorne unterhalb des Zugbandes, welches dem verarbeiteten Frontmaterial eine erfreuliche Reißfestigkeit bestätigte, selbst unter dem Aufrichtungsdruck congo-esquer Abmessungen*.

* Mehr dazu demnächst.
Vorausgesetzt, Sie sind artig.


Oder aber damals die eineinhalb Jahre ungünstiger Ernährung und vergeblicher Heilpraktikerbehandlung, verbunden mit ständigem Darmgrummeln und in der Sache wirklich unbefriedigendem Stuhlgangerlebnis, dafür hocheffizient in der Naturgasgewinnung, ebenfalls verbunden mit sprungartigen Belastungsphasen, diesmal jedoch mehr so auf der Rückseite.

Die OBERE Hose besitze ich seit 4 Jahren.
'Hatte sie in dieser Zeit aber genau ZWEI MAL an.

Der Grund dafür waren WIDERLICHE AUSBEUTERISCHE KAPITALISTISCHE KOSTENSENKUNGSMAßNAHMEN oder anders gesagt, leicht veränderte Materialqualität, schlankerer Schnitt, vor Allem aber grottenschlechter Hosenbund.

Qualitativ ein mega downgrade - etwa so, als seien Sie 9 Jahre lang mit Sophia Thomalla zusammen gewesen und hätten dann geswitcht zu Gina-Lisa Lohfink.

Weil Sie mir ständig vom Hintern rutschte (nicht die Gina-Lisa), zog ich sie nicht an.

Was zu einer verstärkten Frequentierung der älteren (gut sitzenden) Vorgängerin führte, die vor 4 Jahren bereits, sagen wir, ihren Zenit merklich überschritten hatte und deren stoffliche Konsistenz mit jedem weiteren Tragen mehr und mehr der Lichtdurchlässigkeit nähergebracht wurde, vor Allem im Gesäßbereich (und vorne auch - aber das dachten Sie sich bestimmt schon).

Zweimal konnte die Gattin noch eingreifen und durch beherzte Nähversuche das Schlimmste verhindern.
Nun neuerdings aber weigerte sie sich (und wie so oft geht ein tiefgreifender Wandel von der Weigerung einer Frau aus, irgendwas auf- oder zu-zumachen) und es musste eine tragfähigere (sic) Lösung her.

So IM PRINZIP war die neuere Hose ja gut - nur der Bund war Kacke.
Bei der ALTEN Hose war der Bund super, aber der Rest nicht mehr tragbar.

Nun sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge das Aufgehen der Ideensonne über meiner Person und ich entschied, dass die lokale Schneiderin (gepriesen sei sie) einfach DEN BUND der alten Hose ABSCHNEIDEN und oben auf die NEUE Hose ANNÄHREN sollte.







Funktional sollte es sein.
Und vielleicht ein bisschen ansehnlicher gelöst als bei Mary Shelley’s Frankenstein.

Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend:
Der alte Bund hat seine ihm wohlvertraute fassliche Umgebung wieder vollständig umschlungen und die neuen Hosenbeine sitzen nun knackiger am Hintern und das atlethische Beinwerk umschmeichelnd.

Wenn Sie mal schauen möchten - ein Unikat:



Ich überleg nun, ob DAS GRUNDPRINZIP dieser sehr befriedigenden Kombination aus
Bewährtem + Neuem nicht vielleicht auch auf die Ehefrau anw...aber das ist ein anderes Thema.

Demnächst, hier im Hort der Blogbildung und der spannenden*Jogginghosen.


*gemeint ist der physikalische Vorgang,
nicht der ideelle.