Montag, 18. Dezember 2017

Dienstfahrten (revisited)



[ Raten Sie mal, wie lange das letzte
"Dienstfahrten"-Video hier im Blog her ist?

...

Richtig: 6 Monate!
Glauben Sie nicht? Dann klicken Sie hier.

Inzwischen sind ein paar Fahrten zur Sammlung hinzugekommen.
Da nun die finalen fünf Monate mit meinem letzten Dienstwagen anbrechen,
werden es noch ein paar mehr werden. So zum Abschied.

Und weil "Deep down below" so ein megageiles Lied fürs
Autofahren ist, werden Sie es noch ein paar mal öfters hören :-).

Wie Sie sehen, bin ich bisweilen auf ziemlich exotischen
Strecken unterwegs für die Firma. Das werde ich vermissen.

Bin mal gespannt, welcher Himmel Ms. Whimsy
diesmal am Besten gefällt. Eine Vermutung hab ich schon. ]


Sonntag, 17. Dezember 2017

Smartphoneleben


Smartphones sind ein Spiegelbild unserer Lebensphasen.
Nicht nur, weil wir mit ihnen die Momente unserer Erlebnisse festhalten.

Sondern weil ihr "Leben" sehr dem Unseren ähnelt:

Frisch ausgeliefert, out of the box, sind sie schnell, frisch, flexibel.
Mit prallvollem Akku, strotzend vor Leistung.

Je älter sie werden, je öfter man sie wieder aufladen musste,
desto mehr sinkt ihre Aufnahmekapazität.
Desto langsamer, träger werden sie.

Mit jedem zusätzlichen Programm, was man ihnen aufhalst,
werden sie lustloser, immer langsamer lädt ihr Akku auf.
Und immer weniger gelingt es, ihn vollständig zu füllen.

Bis es irgendwann mal das eine update zu viel für das System war.

Bis sie irgendwann zu langsam geworden sind, um mit unserem Leben,
diesem schnellen, frischen Blinken und Flirren mithalten zu können.

Dann kommen neue, junge Geräte in neue Leben.

Und die Alten ziehen um, weg vom Stroboskoplicht der Parties und den beats
unserer Feiern, in die kühle Dunkelheit einer Schublade.
Fernab vom Pulsieren und Dröhnen, welches kurz zuvor sie selbst
noch hatten begleiten und dokumentieren dürfen,
zuletzt mit zunehmender Lustlosigkeit und Lethargie.

In den hinteren Ecken von Schränken kommen Sie in Begleitung ihrer Ladegeräte,
die aufzuladen jene nicht mehr vermögen, zur Ruhe.

Eingehüllt in die Erinnerungen, deren Zeuge sie einst waren, und die sie nun
mit niemandem mehr teilen können.

Sie nehmen sie mit, gespeichert nur noch auf ihnen, in ihre digitalen Gräber.

Samstag, 16. Dezember 2017

Freitag, 15. Dezember 2017

screenshot friday KW 50


[ Langsam füllt sich mein
"Entwürfe"-Ordner wieder etwas mehr.
Sogar der Beitrag für den 26.12. ist schon fertig.

Weil ich gerade noch rechtzeitig nach 16 Jahren ein
altes Rätsel auf meiner Festplatte gelöst bekam
mithilfe eines iPhones^^.

Schönes Wochenende für Sie alle.]














Donnerstag, 14. Dezember 2017

Vorsorge: fest oder flüssig?


[ Teil 3 zum Thema "Vorsorge".

Letztes Mal habe ich stark an Sie als FRAUEN appelliert,
sich Ihrer Versorgung später bewusst zu werden.

Ab heute geht's wieder um uns Alle (m/w). ]


Immer wieder werde ich von Menschen, die das nicht tun sollten, nach GELDANLAGEN gefragt.

Ich hab da eine (extrem pauschalierte)  Faustformel, vielmehr eine Antwort,
die in erstaunlich vielen Fällen nicht gelten wird.

Aber ich nutze sie der Plakativität halber trotzdem, weil sie m.M.n. in
mehr Fällen zutreffen als nicht zutreffen wird:

"Wer für sein Alter nicht wenigstens in Höhe von
mtl. brutto EUR 1.000 zusätzlich zu seiner gesetzlichen Rente vorgesorgt hat,
braucht sich um Geldanlagen erst gar keine Gedanken zu machen."


Das liegt zum Einen daran, dass eine Menge Menschen etwa diesen Betrag
dann im Alter monatlich ein Leben lang weniger zur Verfügung haben werden als sie jetzt
als Nettoeinkommen haben (siehe Ausführungen oben).

Und das liegt zum Anderen daran, dass Menschen die Effekte unterschätzen, die der Kaufkraftverlust (Inflation) konkret bewirkt, weil ihnen diese tausend Euro heute "zu hoch" vorkommen, in Tateinheit mit Null-Zins-Geldanlagen.

Das heißt NICHT unbedingt, dass Sie eine monatliche Barrente in Höhe
von EUR 1.000 bräuchten .
Es heißt nur, dass Sie insgesamt um wenigstens tausend Euro mtl. im Alter
besser da stehen sollten, als Sie nur durch die gesetzliche Rente hätten.

Zum Beispiel, in dem Sie im Alter mietfrei wohnen könnten, wofür Sie jetzt noch
Miete oder Immo-Kreditraten bezahlen.

Würden Sie, bis Sie in Rente sind, beispielsweise eine gekaufte Wohnung
fertig abbezahlt haben, und diese Wohnung würde Ihnen entweder die Miete
von EUR 650 ersparen oder aber die Zins- und Tilgungsraten über EUR 650
wären dann hinfällig, bräuchten Sie in meinem Beispiel lediglich noch
weitere EUR 350 im Monat extra, um diese Faustregel da oben zu erfüllen.

Grundsätzlich ist selbstgenutztes (!) Wohneigentum, abbezahlt bis zum Alter,
eine der besten Ideen, 
die Sie für Ihre Altersvorsorge tun können (Betongold).

Sie sollten aber ein paar Dinge bitte beachten:

- Von allen Vorsorgeformen ist Immobilienerwerb und -erhalt eine der Kostenintensivsten.
   Sie ist allein die Anschaffung betreffend schon min. 1,5 - 2x so teuer wie beispielsweise
   die (auch nicht billigen) Rentenversicherungen.


- Wenn Sie mit 35 eine Wohnung kaufen und mit 65 in Rente gehen, dann haben Sie
     eine 30 Jahre alte Wohnung, nicht vergessen.


- Eine Faustformel von Baufinanzierern besagt, dass Sie im Laufe von 35 Jahren nach Erwerb
   einer Immobilie etwa den 2,1-fachen Kaufpreis insgesamt ausgegeben haben werden,
    inkl. Renovierungen, Sanierungen und Modernisierungen. 


- Wenn Sie kaufen, finanzieren und erstmal fremdvermieten, kaufen Sie nur dort,
   WIE und WO Sie auch selbst hinziehen und wohnen würden (altersgerecht, Umfeld, Infrastruktur).

    Das ist der mit Abstand häufigste Fehler von Käufern, der gemacht wird und der verhindert,
    dass dort tatsächlich später selbst eingezogen wird.


- Bis Sie alt sind und selbst dort einziehen, sollten Sie eine sog. Mietrendite von mehr
    als 1 - 2% p.a. aus Ihrer Wohnung für Ihr Geld nicht erwarten. Eine tendenziell sinkende
     Bevölkerungszahl und eine hohe sechsstellige Zahl leerstehenden Wohnraums dürfte
     mehrheitlich auf Dauer verhindern, dass Mietpreise nennenswert steigen können,
      die Ballungsgebiete und Metropolen natürlich ausgenommen.


Sofern Sie davon ausgehen, dass es bis Sie alt sind noch Geld gibt*
(nicht unbedingt den "Euro" als Währung), können Sie Ihre Altersvorsorge auch
komplett "flüssig", also als monatliche Auszahlung/Entnahme aufbauen.

In diesem Fall wohnen Sie gedanklich eben weiter in Miete, aber Sie haben ja
staatliche Rente plus dann die EUR 1.000 aus dem obigen Besipiel.

* ich schiebe das ein, weil ich genügend
Gespräche führe mit Menschen, die das anzweifeln.


Basteln wir ein bisschen mit Zahlen?

Sagen wir, Sie sind (x) Jahre alt und wollen (höhö) mit 67 in Rente gehen.

Sie äußern den Wunsch, die EUR 1.000 monatlich von da oben
lebenslang zu bekommen (oder wenigstens, bis Sie 95 sind).

Sie gehen nicht davon aus, dass -nach allen Kosten- mehr als jährlich 4%
Wertzuwachs an den Märkten mit monatlichen Sparraten zu holen sind.
Was auch mein Tipp an der Stelle wäre.
Fertig? Dann los:

* Sind Sie heute 30 Jahre, kostet Sie das monatlich EUR 204.
* Sind Sie heute 40 Jahre, kostet Sie das monatlich EUR 353.
* Sind Sie heute 50 Jahre, kostet Sie das monatlich EUR 703.


*******************

Mit 2 harten Erkenntnissen beschließe ich heute die Vorsorge-Stunde:

ERSTENS:

Man MUSS so früh wie möglich anfangen, um die Effekte von Zins und Zinseszins
(Exponentialfunktion) hinreichend nutzen zu können für die flüssige Form
der Altersvorsorge, sonst wird es teuer.


ZWEITENS:

Sagen wir, Sie sind 40+ Jahre alt und brauchen diese EUR 1.000 im Alter - dann geht
es nicht darum, ob Sie das Geld haben, um diese mtl. EUR 353 auf die Seite zu packen.

Es geht nur noch darum, ob es Ihnen...

a) leichter fällt, ab jetzt sofort jeden Monat auf EUR 353 zu verzichten, oder
b) leichter, es nicht zu tun aber dann ab 67 auf EUR 1.000 zu verzichten.

Aber Eines von Beiden wird passieren.
Das muss uns klar sein.

Die schlechten Nachrichten neigen sich damit langsam dem Ende zu.

Vielleicht sind Sie zwischen 40 und 50?
Und ein bisschen 
schockiert darüber, 
was der ganze Scheiß kosten soll?





Ab nächstem Mal versuche ich aufzuzeigen,
was Sie tun können, dass es 
leichter machbar ist.
Halten Sie noch ein bisschen durch.



Mittwoch, 13. Dezember 2017

wenn es dunkel ist


Nachts ist alles unklar und schwer.
Genau umgekehrt wie tagsüber.

Tagsüber erscheinen die Dinge beherrschbar.
Und tun sie es nicht, steht ihre Klarheit den Gedanken der Nacht entgegen.

Tags ist Kopf. Nachts ist Herz.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Saunavolk


[ Das hier war ursprünglich mal der
"Donnerstag" in einem aktuellen "7-days-1-week"-Beitrag.

Aber mir sind diese Gesamtwochenrückblicke inzwischen
oft zu zäh und zu lang zum Lesen.

'Mach' ich halt Einzelepisoden draus.
Ist Ihnen sicherlich auch lieber. ]


In der Sauna ist morgens neuerdings merkwürdiges Volk anzutreffen.
Da ist auf einmal dieser Bert Wollersheim-Verschnitt (leider ohne eine
Sofia-Vegas-Begleitung, das wär mal 'was fürs Auge. Also für meines).

Ein 80er-Jahre-Lude wie aus dem Lehrbuch.
Mit gesträhnter Löwenmähne, Goldkettchen, runder John-Lennon-Sonnenbrille.
Und ständig Kaugummi kauend.
Auch beim Essen. Und beim Rauchen. Und im Saunaufguss sowieso.

Immerhin: Harter Hund.
'Fährt bei 3°C mit offenen Cabrio vor.



Und -Sie hätten es sicher auch so erraten- 3er BMW.  Klar.
Dann diese 3 jungen Männer aus ...sagen wir, Thüringen. Oder Sachsen.
Dem Idiom zufolge jedenfalls äusm Östn.

Können während des Saunaaufgusses einfach nicht ihre Fresse halten.
Und dann auch noch diese kleinen Schwänze.
Ich meine, da hält man sich doch eher zurück als Mann!?

Die Szene betritt: Der neue junge Aufgießer.

So Modell Hipster mit Bart.
Hat sich ein VfB Stuttgart-Fan-Wappen auf die Brust tätowieren lassen.
Sicherer tinder-links-swipe.

Bisschen hektischer Vogel, mehr so Abteilung Panikorchester.
Wedelt mit dem Sauna-Fächer so heftig, als wollte er gleich abheben.
Beschließe, ihn ab jetzt Lilienthal zu nennen.

Der bringt seine 3 Runden Mokka-Sahne-Aufguss in absoluter Rekordzeit hinter sich.
Als würde er nach Akkord bezahlt.
Das wiederum verstehen die 3 Ossi-Boys schon mal goar nüscht.

Immerhin hat die Fillippina hinter der Theke inzwischen gelernt, was Pedro und ich WOLLEN,
wenn wir "2 Schwarzwasser" bestellen.
Nämlich 2 dunkle Hefeweizen.

Auf die Idee kamen wir (nach dem dritten Schwarzwasser), als wir uns
irgendwann mal an der Theke über "GAME OF THRONES" unterhielten.
Und die Servicetheke kurzerhand in den "Schwarzwasserhafen" unbenannten.
Weil wir da immer anlanden, um Schwarzwasser zu trinken.

Männerhumor, untere Mittelklasse.

Montag, 11. Dezember 2017

tell me why



[ Es gibt NIEMANDEN, der mich
länger liest und begleitet, als SIE das tut.

Und TROTZDEM stellt ausgerechnet SIE mir diese Fragen.
Obgleich ich dachte, Weniges in Bloggerdorf
sei so wenig verborgen, wie meine Veranlassung , hier zu sein. ]









Weshalb ich blogge?

Ursprünglich, um mal ein online-Tagebuch zu führen. Damals als webseite, ohne Kommentarfunktion. War aber auch kein wirkliches Tagebuch, sondern im Prinzip so was wie heute:

Ein Alltagsgedankenblog, der keinerlei Hehl daraus machte, den Besucher unterhalten
und ab und an zum Nachdenken bringen zu wollen.

Was ist der Sinn hinter der Bloggerei?

Ich vermute (nicht nur bei mir, sondern  bei ALLEN, die bloggen) ein Mitteilungsbedürfnis, einen Wunsch nach Rückmeldung (und damit Anerkennung), eine Art virtueller Applaus.
Bei denen, die wortfaulere Partner daheim sitzen haben, kommt sicher auch noch der sprachliche Austausch, das Zelebrieren der eigenen Ausdrucksfähigkeit hinzu.

Abgesehen davon finde ich blogspot und wordpress auch einen hervorragende Alternative zu tinder,
sofern man sapiosexuell tickt.^^

Eine Art Exhibitionismus?

Definitiv, ja. Zumindest ein Teil dessen geht darauf zurück.

Hilft das Schreiben, Struktur in die eigenen Gedanken zu bringen?

Das wäre, auf meine Person bezogen, vielleicht ein bisschen viel verlangt vom Bloggen^^.
Aber ein anderer Aspekt scheint mir wesentlicher:

In dem ich mich zum regelmäßigen Bloggen diszipliniere,  zwinge ich mich dazu,
mich mit Erlebtem und Durchdachtem zeitnah auseinanderzusetzen - in dem ich es dem Leser verständlich machen, erzählen, aufbereiten muss.

Das führt dazu, dass ich die Rolle des Erlebthabenden kurz verlassen und die Rolle
des Berichtenden einnehmen muss - was dazu führt, dass ich mich für die Dauer des Tippens
auf "neutralen Erzähler-Boden" begebe.

Das beschleunigt die distanzierte Betrachtung, das neutralisiert das Erlebte, das fordert
das aktive Auseinandersetzen mit dem Erzählobjekt ein.
Es tut dann schneller nicht mehr weh, beispielsweise.

Ist es eine Rückversicherung / Legitimierung der Gedanken und Gefühle?

Offen gesagt verstehe ich meine eigenen Gedanken und Gefühle im Nachhinein
weder in der Erinnerung noch in Blogform noch in Form von Sprachkonserven.^^

Auch, wenn ich es nochmal LESE, erscheinen mir manche meiner Gedanken und Gefühle
in der Retrospektive zuweilen bizarr, unerklärlich, rätselhaft.
Nur ein Stichwort: Gianna.

Die Hoffnung, mich selber besser zu begreifen oder zu legitimieren durch Bloggen,
habe ich aufgeben dürfen^^.


Warum schreiben wir, wenn doch am Ende eh die ganzen Worte als Datenmüll versanden?

Es liegt nach meinem Verständnis in der Natur des Belebten,
etwas von sich hinterlassen zu wollen.
Fortpflanzung beispielsweise ist eine Abstraktion dessen, und zugleich die Wesentlichste.

Ich mag den Gedanken, eines Tages nicht mehr zu sein, und dann stolpert irgendeiner
im (dann noch hoffentlich) Internet über meine Schreibe, nur weil er beim Nach-Nachfolger von Google den Suchbegriff "Schneckengehege" oder "Nymphomanie Kleinhirn" eingegeben hatte^^.

Außerdem ist mein Verständnis vom Energieerhaltungssatz, dass angesichts der gewaltigen Zeit und Energie, die ich auf 12 Jahre bloggen verwendet habe, irgendwas davon in irgendeiner Form übrig bleibt.

Und sei es, dass die Überbleibsel meiner Zeilen irgendwo in der Galaxie einem Schmetterling beim Starten zu etwas mehr Aufwind unter seinen Flügeln beim ersten Flug nach dem Schlüpfen verhelfen.


Samstag, 9. Dezember 2017

Verbindungen


Eine kurze Liste von Blogs, die nur die Allerwenigsten kennen werden.

Und die es lohnt, zu besuchen, auch wenn manche seit Jahren inaktiv
und ihre Inhaber zum Teil sogar schon verstorben sind:

Miss Scheinsein

King Lube III.

Teppichhaus Trithemius

Eugene Faust (ihre dort veröffentlichte Diplomarbeit wurde bisher fast hunderttausendmal aufgerufen)

Von gestern - alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften -
das ist aus meiner Sicht ein Pflichtbloglektüre für Alle Ü30er.


Freitag, 8. Dezember 2017

screenshot friday KW 49



[ Himmel, waren Sie vielleicht begeistert vom gestrigen Beitrag.
Negativrekord in Zugriffszahlen und Kommentaren.
Hab' schon verstanden^^.

Eine rollercoaster-emo-Woche geht zu Ende
.
Auch, wenn ich mir hier nichts habe anmerken lassen.

Ich sollte mal wieder einen 7-days-and-1-week-Rückblick machen,
aber erstmal stehen andere Themen an.

Genießen Sie Ihre freien Tage -
ich hab Patenkinderwochenende.

Wie so ein Scheidungspapa^^.]


















Donnerstag, 7. Dezember 2017

Samsara Beach


Sie glauben nicht, was für heiße Schnitten in Italiens Süden am Strand rumspringen,
sagte ich das bereits?

Ach so? Sagte ich schon. Hmmm tja.
Wichtiges muss man ja wiederholen, sagte schon Georg Schramm.

Jedenfalls, was Sie DA an Frauen zu sehen bekommen, da können Sie als Mann
Ihre Gene tief drinnen förmlich quietschen hören, wie die strahlartig aus Ihnen raus wollen,
hinein in das, was Sie da sehen.

Kann natürlich auch was Anderes sein als Quietschen, weiß man nicht so genau im Einzelfall.

(Ich sag das auch nur, weil ich tatsächlich einmal
beim Orgasmus gequietscht habe.*
'War sehr lustig, musste voll lachen beim Abspritzen.)


Und das mit der Attraktivität gilt für die dort flanierenden Männer natürlich genau so!
Also als Frau, jetzt, und dann nicht "aus Ihnen raus" sondern mehr so in Sie hi....ach, egal.
Sie verstehen schon.

Aber zurück zu den Frauen:
Ich hab KEINE Ahnung, was die denen da unten ins Wasser tun.
Oder vielmehr in den Rotwein, den die alle an den Tischen abends um uns herum tranken.

Fakt ist:
Das sollten die hier in der Landeshauptstadt auch viel mehr Frauen Menschen ins Glas kippen.

Jedenfalls: DAS hier hat mich an den Anblick da unten am Strand erinnert.
Näher, als sie es glauben würden.



* noch so eine Information,
ohne die Sie bisher ganz gut hatten leben können.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

7 deadly sins

[ Ausgeliehen bei the one and only
Dr. Schwein. ]


Zorn

1. Würdest du je einen anderen Menschen schlagen?
Sofern der Anlass es rechtfertigt (beobachtete oder erfahrene Gewalt gegen
Frauen, Kinder, Tiere z.B.): Jederzeit.

2. Was ist dein persönliches Lieblingsärgernis?
Ungerechtigkeit.

3. Würdest du gegen jemanden einen Groll hegen? Oder kannst du es einfach loslassen?
Ich kann inzwischen nicht mehr allzu lange Groll hegen - die Erkenntnis, dass er MIR schadet, aber KEINEM hilft und vor Allem NICHTS ändert, war dabei sehr hilfreich.
Aber es gibt noch eínige sehr wenige Rechnungen, deren Begleichung mir meinen Weg
in den Seelenfrieden spürbar erleichtern würden.

————–

Trägheit

4. Kannst du etwas nennen, das du jeden Tag tun solltest, aber was du trotzdem nicht tust?
Joggen. Oder eher: Waldlauf.

5. Wann hast du zum letzten Mal eine faule Ausrede gemacht?
Freitag morgen um neun.

6. Wie lange hast du heute Morgen die Schlummertaste gedrückt?
Ich drücke nie die Taste auf einem Wecker.
Das ist erstens nicht nötig und zweitens habe ich diese Aufgabe outgesourced.

————–

Völlerei

7. Isst du Fleisch?
Nahezu täglich.

8. Wie viel Alkohol hast du zu einem gegebenen Zeitpunkt getrunken?
Zu welchem Zeitpunkt? Viermal die Woche aber sicherlich.

9. Was isst du am liebsten: Süßigkeiten, fetthaltige oder salzige Lebensmittel?
Fetthaltige Lebensmittel.

————–

Geiz

10. Wie viele Kreditkarten hast du?
Eine.
Sie wird kaum benutzt und nach 4 Jahren nahezu neu aussehend
durch ihre Nachfolgerin ersetzt.

11. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
Eine Wohnung in der City kaufen, an russische Studentinnen vermieten,
und der Rest wird im übernächsten Block angedeutet.

12. Würdest du lieber reich oder berühmt sein?
Reich.

————-

Stolz

13. Ärgerst du dich, wenn du den ersten Platz nicht erlangst?
Nein, gar nicht.
Mir sind Wettbewerbe zuwider, weil sie selten geeignet sind,
das Gute aus dem Menschen hervorzukehren.

14. Würdest du mogeln, um eine bessere Note zu bekommen?
Jederzeit.

15. Worauf bist du wirklich stolz?
Da fällt mir nichts zu ein.
Vielleicht, dass ich mir selbst Gitarrespielen beigebracht habe.

————-

Wollust

16. Wie viele Menschen haben dich nackt gesehen (außer Familie, Ärzte, usw.)?

Siebzehn, sofern ich die Frage richtig verstehe.
Und ein paar tausend Weitere, da ich seit mehr als dreißig Jahren in die Sauna gehe :-).

17. Was ist dein Lieblingskörperteil an anderen Menschen?
Das kann -an mich gerichtet- doch unmöglich eine ernsthafte Frage sein?!

18. Hat je eine Prostituierte dich angemacht?
Wie man "angemacht" verstehen will:
Auf mich zugekommen: Ja, ein paar mal.
Auf mich Eindruck gemacht: Nie.

————

Neid

19. Welches Objekt hat ein Freund von dir, das Du auch für dich selbst haben willst?
Niemals würde ich eine Frau als "Objekt" bezeichnen!

20. Wer würdest du am liebsten sein, wenn du jemand anders sein könntest?
Hugh Heffner, aber in den 60ern.
Alternativ: Kim Jong-Il oder Grigori Jefimowitsch Rasputin.


21. Welches physische Attribut würdest du an dir selbst ändern?
Ich wäre gerne mühelos erheblich dünner. Und etwas höher.


Dienstag, 5. Dezember 2017

Vorsorge: wieviel fehlen wird



[ Zweiter Teil zum Thema "Vorsorge".
Weil es ernst ist und bleibt. ]



Beim letzten Gedankenaustausch habe ich Sie mit ein paar einführenden Gedanken
zum Thema "gesetzliche Versorgung" ein bisschen schwindelig getanzt.

Den ersten Teil nochmal kurz zusammengefasst:

Wer heute weniger als EUR 2.400 brutto verdient, kann sich auf etwas vorbereiten,
was wir mit dem Schlagwort "Altersarmut" subsummieren.
Was per Dreisatz ermittelt werden kann, wenn man weiß, dass das Rentenniveau*
bis 2030 auf ca. 43% (gesetzl. Untergrenze) sinken wird.

*Rentenniveau = der Quotient aus:
Heutiges Durchschnittsentgelt und
Höhe der Standardrente.
Sozialabgaben sind dabei schon weg,
Steuern gehen davon aber noch weg!


Ab 2030 sieht der Gesetzgeber übrigens KEINE Untergrenze mehr vor, das Rentenniveau betreffend.

So.
Diese "43%-Berechnung" geht u.a. von folgenden Rahmendaten aus:

     - Alterszusammensetzung der Bevölkerung wurde korrekt prognostiziert
     - Arbeitsmarktlage / Beschäftigungsquote bleibt stabil
     - 45 volle Beitragsjahre werden erreicht

Mit Blick auf die heutige fast-Vollbeschäftigung (erkauft mit der Schaffung
von millionenfacher geringfügiger Beschäftigung / EUR-450-Jobs und Schlimmerem)
muss davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsmarktlage eigentlich
nur schlechter werden kann.

Vor Allem für Frauen wird aber die "45-Beitragsjahre-Voraussetzung" zu einem schweren Stolperstein.

NICHT wegen der Kindererziehungszeiten:
Hier gibt es immerhin jährl. 1 vollen Entgeltpunkt in den ersten 3 Jahren der Kindererziehung.
Und da mehr als 2 Kinder kaum noch stattfinden, hält sich der "Schaden" für die Rente in Grenzen.

Schlimmer ist das, was danach passiert:

   -  nach den 3 Jahren bleiben sehr viele Frauen weiterhin für die Kindererziehung
      und Hausarbeit daheim
   -  eventuell wird noch ein Minijob auf 450-EUR-Basis ausgeübt
   -  darüber hinaus gehende Arbeitszeit wird oft von den Minijobbern (und den Arbeitgebern)
       nicht gewünscht, weil der Anstieg der Sozialabgaben den Mehrverdienst überproportional schmälert.

Eine Unterhaltung mit einer Kundin verlief mal so:


"Ich könnte schon mehr machen als die 450 Euro.
Mein Chef fragt mindestens alle zwei Monate, ob ich 3-4 Stunden
pro Woche länger kommen könnte. Arbeit wäre da, ohne Ende!

Aber was hab ich davon? Viel zu viele Abzüge!

Und die dann 200 Euro mehr im Monat gehen für
die Kinderbetreuung und Bahnfahrkarte drauf, weil ich ja 
jede Woche einen zusätzlichen Nachmittag auf der Arbeit bin.

Dann kann ich doch auch gleich selber daheim bleiben?"


Alles richtig, in heute gerechnet.
Aber ein Minijob wird unausweichlich zu einer Mini-Rente im Alter führen,
das muss eben auch klar sein.

Für viele Frauen ist die (fast immer besser ausgestaltete) Altersvorsorge des Ehepartners
rechnerisch die Rettung des eigenen Lebensstandards im Alter.

Diese Kalkulation hat 3 Haken:

1. was, wenn dieser Partner selbst keine Beiträge mehr in die gesetzliche Rente entrichtet?
        (Selbständigkeit, Krankheit, Unfall, ...)

2. wer sagt, dass SIE in seinem Alter noch die Frau an seiner (rentenberechtigten) Seite sind?
         (es sei denn, Sie spekulieren auf einen fetten Versorgungsausgleich. Und waren verheiratet.)


3. selbst wenn 1. und 2. nicht eintreffen - der Mann lebt statistisch einige Jahre kürzer als Sie
         (je nachdem, wie Sie kochen, auch erheblich kürzer.)


Und um die Themenbereiche "kleine und große Witwenrente" abzukürzen: Die sind ein Witz.
Das versorgt die Frau nur kurzfristig und nicht mal auf Hartz IV-Niveau, no chance.

Also: Es KOMMT also auf JEDEN Fall eine Zeit, in der Sie ALLEIN sein werden.
Und nicht darauf zählen können, über andere Einkünfte als Ihre EIGENEN verfügen zu können.

Machen Sie sich mal den Spaß:
Gehen Sie auf Friedhöfen spazieren.

LESEN SIE die Daten auf den Grabsteinen.
Die, wo Mann UND Frau begraben sind.
Sie werden schlagartig etwas begreifen.


Die Frage ist halt, für wie lange.
Und ob das mit 67, mit 85 oder schon mit 48 auf Sie zukommt - aber EINES davon kommt,
darauf würde ich rechnen und darauf würde ich vorsorgen.

Und beim nächsten Mal fangen wir an,
Vorsorgeformen zu beleuchten. Eine nach der Anderen.

Montag, 4. Dezember 2017

Langstrumpfadvent


Guten Morgen und willkommen in der neuen Woche.
Meinen Beitrag für den heutigen Tag finden Sie in Frau Nickels Adventskalender.

Ach, und: Fahren Sie vorsichtig, es ist rutschig^^.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Winter is coming

[ Machen Sie auch mit bei Frau Brüllmaus Adventskalender?
Haben Sie dort schon Ihren Beitrag abgeliefert?!
Dann mal schnell los! ]


Ich würde an Ihrer Stelle so langsam echt mal die Winterreifen draufmachen.

Der Winter wird hart - die Schwaben fangen schon an, die Schaufeln vor ihre Smarts zu spannen.


Freitag, 1. Dezember 2017

screenshot friday KW 48


[ Sie entschuldigen bitte die Pause gestern,
aber ich war zu besoffen.

Auch an die Heimfahrt als Beifahrer bei Zimtmädchen
nach der Betriebsweihnachtsfeier kann ich mich nicht mehr erinnern.

Dafür an die HINfahrt. Da hat sie einem Mitsubishi
die Vorfahrt geklaut, weil sie sich gerade in Rage geredet hatte
und ihr ein Fingernagel abgebrochen war.

Der hat sich totgehupt und sie sich totgelacht.
Im nächsten Leben werde ich Frau.]



























Mittwoch, 29. November 2017

Von der Sanftheit



[ In Kürze lesen Sie in Frau Brüllmaus Adventskalender
noch ein paar mehr Gedanken zu diesem Thema.

Der heutige post ist gewissermaßen als prequel dazu gedacht.]



Diese Zeit, in der Sie da leben,
auf diesem komischen runden wasserreichen Stück Stein,
das durch das All rast, diese Zeit macht es Ihnen nicht leicht.

   "Klicken Sie hier um Ihre Lieblingsserie zu sehen.
    Swipen Sie nach rechts für ein date.

     Mit PRIME erhalten Sie Ihr Wunschobjekt noch heute abend.
      Fragen Sie Siri, wo es die besten Restaurants in der Stadt gibt.
       Googlen Sie Ihre Frage direkt in der Adresszeile.
        Posten Sie hier Ihr Selfie für sofortige likes.
         Fügen Sie jetzt Ihre Antwort ein für sofortige upvotes."

Wir wollen es jetzt, alles auf einmal und sofort.
Und wenn es länger als einen Wimpernschlag dauert,
werden wir aggressiv, ungeduldig, agitierend.

Wenn Sie mal kurz sich die Ohren zuhalten würden?
Gut.
Und nun schließen Sie Ihre Augen.
Gut.

Und wenn Sie jetzt tief in sich hineinhören, wenn Sie an diese
hundertmal gehörten Sätze da oben denken:
Dann können Sie fühlen, wie falsch die sind.
Wie sehr es sich tief in Ihnen sträubt dagegen.

Der sicherste Weg, Menschen zu verletzen, ist, sie gegenständlich zu behandeln.
Also genau so, wie da oben beschrieben.
Menschen funktionieren eben nicht "auf Bestellung", auch nicht "auf Knopfdruck",
und schon gar nicht "sofort".

Wenn Sie einen Menschen mögen, können Sie das zeigen.
In dem sie sanft sind mit ihm. Geduldig. Behutsam.

Und wenn er Ihnen einmal "zu langsam" ist, und Sie spüren, wie sie zornig darüber werden,
bedanken Sie sich innerlich bei ihm - diese Wut war nämlich schon vor ihm in Ihnen.
Er hat lediglich Ihnen einen Anlass verschafft, sie heraus zu lassen.

Wie Dampf aus einem Kessel.
Und dafür könnten Sie ihm doch dankbar sein?
Jetzt, wo der Dampf heraus konnte?

Versuchen Sie, Sanftheit zu Ihrem Prinzip zu machen.
Versuchen Sie, alle Erledigungen einen Tick langsamer zu vollziehen, als Sie könnten.
Versuchen Sie, Ihr Denk- und Sprachtempo bewusst um 10% zu reduzieren.

Nehmen Sie "Ihren Menschen", den Sie an Ihrer Seite haben, öfter in den Arm,
und dann länger, als -und jetzt mute ich Ihnen viel zu- Sie es selber wollen.

Halten Sie ihn sanft an sich.
Hören Sie auf seinen Atmen, auf seinen Puls.

Wenn es das Richtige ist (und Sie der Richtige), werden sich sein UND Ihr Puls
und Atem verlangsamen. Während Ihre Auren in der Umarmung beginnen, zu synchronisieren,
werden Sie wachsende Ruhe empfinden.
Weil sie gemeinsam heruntertakten.

Versuchen Sie im nächsten Schritt, auch jenen Menschen mit Sanftmut zu begegnen,
denen Sie weniger (oder gar nicht) gut gesonnen sind.
Mit denen Sie seither Grabenkämpfe ausgefochten haben, gestritten haben.

Stellen Sie sich vor, dass diese Menschen alle in Wirklichkeit nett und freundlich waren,
aber als Wiedergutmachung für irgendein Vergehen zu Ihnen geschickt wurden:

In einer komplett fremden Körper-Verkleidung, mit einem komplett fremden Verhalten,
und sie müssen sich so lange beschissen Ihnen gegenüber verhalten, bis SIE sie erlösen!


Ihre Aufgabe im Leben besteht darin, zu erraten, wer unter welchem Kostüm steckt.


Sie dürfen denjenigen aber nicht darauf ansprechen - und mit jeder weiteren
Auseinandersetzung mit Ihnen verhärtet sich das Kostüm fester auf seinem Körper.
Sie müssen ihn durch Ihre Art dazu bringen, sich selbst enttarnen zu dürfen. 

Das gelingt Ihnen durch Sanftheit - auf die eine oder auf die andere Art und Weise.

In jedem Fall wird es aber dazu führen, dass Sie selbst -in Anbetracht der Ergebnisses der Enttarnungen- mit sich selbst zufriedener sein werden als je zuvor.

Und dann können auch die wenigen Monster, die sich dann vielleicht manches Mal
nach dem Ablegen der Kostüme vor Ihren Augen erheben, Sie nicht mehr schrecken:

Denn ein Monster, das seiner schützenden Verkleidung beraubt wurde,
verdient viel mehr Ihr Mitleid denn Ihren Zorn.



Dienstag, 28. November 2017

pulled pork brain


Autobahn A7 und A8, Dienstwagenfahrt.
Nix ist mit Musik hören, es kommt ein Anruf nach dem Anderen rein.

Nach dem 7. Telefonat (wegen der immer gleichen Scheiße) merke ich,
wie langsam meine Geduldsfäden leicht kokelig zu riechen beginnen.

Kurz zur Vorgeschichte -  ich habe letzte Woche die neuen Beiträge
für meine Krankenversicherung mitgeteilt bekommen.

2 Tariferhöhungen.
Führen in Summe dazu, dass mein Krankenversicherer bis zu meinem Tod
ca. 50.000 EUR mehr von mir kassiert als bisher veranschlagt.
Da kann man doch nicht meckern.

Es sei DENN, Sie sind pensionierter Beamter.
Und beschweren sich am Telefon über Ihre Pflegeversicherung.

Die jetzt 31 Euro teurer wurde im Monat.
Bei einer Nettopension von gerade mal bisschen über 3.000 Euro.
Plus natürlich der fast gleichen Pension Ihrer Beamtengattin.
Da kann man nur erahnen, wie schwer es ist, da noch irgendwie über die Runden zu kommen.

Es ist unprofessionell, aber da tu ich mich schwer, nicht aus der Haut zu fahren.

Dann meldet sich Zimtmädchen unterwegs von Köln.
Ist durch ihren Führungskräfte-Check durchgerasselt und auf der Heimreise.
Scheiße, das hat noch gefehlt.
Morgen nochmal Krisentelefonat.

Inzwischen böse Mailboxnachricht eingegangen.
Hab zum dritten Mal in Serie vergessen, den Typen zurückzurufen.
Peinlich, aber ich vergess grad ALLES.

Daheim im Wohnort erstmal zum Bäcker.
Cappuchino und Pinkeln.
Und vorbestellte Brötchen abholen.
Zahlen, raus, schnell noch zur Tanke, heimfahren.

Zeit für Jogginghose und Badelatschen.


...        Wo zum Geier sind meine Handys?

Küche? Nein.
Schlafzimmer? Nein.
Arbeitszimmer? Nein.
Kühlschrank? Nein.
Klo? Nein.
Badezimmer? Nein.

Raus ans Auto.
Finde Reste von Laugenbrezeln.
Und das verloren geglaubte Bluetooth-headset.
Aber keines der Handys.
Panik!

Versuche beide anzurufen.
Sinnlos, stehen auf stumm.
Versuche, ein Foto per AirDrop vom iPad zu senden. Kein Empfänger findbar.
Laufe mit bluetooth-headset durchs Haus. Kein Empfänger findbar.
Panik steigt.

Steige ins Auto, fahre zur Tanke. Dort keine Handys.
Fahre wieder heim, PC an, iCloud an, "finde mein Gerät!"

Da! Zuletzt lokalisiert vor 1 min.
In der Bäckerei!

Anrufen, strahlende Russin (Bedienung von vorhin) ans Telefon kriegen.

Erleichtert hören, dass Handys sicher "bei ihr in der Schürze" verwahrt werden
(ein Ort, unter dem noch viele gute andere Dinge verwahrt werden, übrigens).
Schnell hinfahren, vor strahlender Russin auf die Knie fallen vor Dankbarkeit,
samt Handys heimdüsen.

Nochmal Joggi, nochmal Badelatschen.
Bier.

Merke beim zweiten Schluck, wie total durch ich derzeit bin.
Wie sich mein Schädel anfühlt wie nur noch pulled pork brain.

Noch NIE habe ich meine HANDYS liegen lassen. NIE.
Nichts kann ich mir merken derzeit.
An nichts denke ich rechtzeitig.
An ALLES muss ich erinnert werden.

Und das geht mir mächtig auf die Eier.

Wie Herr Zimmermann so schön sagen würde:

"Lassen Sie mich Arzt, ich bin durch!"


Wenigstens war mein Schweinebraten diese Woche sensationell.
Allein für die Soße hätt' ich hier Heiratsanträge gekriegt.

Montag, 27. November 2017

Schwabenlandimpressionen


[ Kommen Sie gut in die neue Woche.
Ist Ihnen schon nach Weihnachten?

Ah. Mir auch nicht.
Trotzdem ist unsere Weihnachtsfeier schon diese Woche...tsstss...]


Zuletzt saß ich wieder mehr im Auto.
Interessant, wie ich nun verstärkt die Strecken genießen kann.
Weil sich das Bewusstsein auf den baldigen Abschied von der Dienstwagentätigkeit einstellt.

Zeit, ein paar Impressionen festzuhalten.
Im Schwabenland gibt's auf den durchreisten Dörfern bisweilen eine gewisse Militanz
die ich so vorher nur aus Lüchow-Dannenberg kannte
(ok, was musste ich da auch
auf offener Straße in Uniform rumlaufen, ich Depp).

Egal, ob gegen die "Verspargelung" der Landschaft, gegen ein neues Gewerbegebiet oder
FÜR eine Ortsumgehung: Sie werden es mitkriegen, ganz sicher sogar.
Da richtet man auch mal Denkmäler auf eigene Kosten ein.



Bei uns hat ein Maultaschenladen aufgemacht.
Das halte nicht nur ich für sehr mutig - denn hier kauft man beim Metzger.
Bei SEINEM Metzger.
Wo man immer kauft. Alles.

Hierzulande käme NIEMAND auf die Idee, diesen (tatsächlich ist es das) Mist von
B*RGER aus der TV-Werbung zu essen. Die Metzger hier battlen sich um die besten
selbstgemachten Maultaschen (im gleichen Maße, wie die Bäcker sich um die "Beste Brezel" battlen).
Das Ergebnis ist naturgemäß überall von hoher Qualität.

Aber man soll ja einem neuen Laden auch mal eine Chance geben.
Also hab ich da neulich zweimal zu Mittag gegessen.


Nämlich das erste und das letzte Mal.

Anderntags war ich einkaufen, der Supermarkt meines Vertrauens hat
vor ein paar Jahren mal den Titel "bester Supermarkt Deutschlands" mitgewonnen.

Hier räumt der Chef noch persönlich im weißen Kittel die Regale mit ein.
Hier spricht Sie das (in 45. Generation einheimisch gebürtige) Personal AN,
wenn man bemerkt, dass Sie etwas suchen und nicht finden.

Und hier können ältere (oder einfach nur verheiratet mitgeschleifte*) Menschen
sich an strategisch günstigen Stellen im Laden ein bisschen hinsetzen und ausruhen.

Unmittelbar nach der Obst- und Gemüseabteilung war schon so mancher unfreiwillig
begleitende Ehegatte an der nervlichen Kernschmelze, bereit zum Ausrufen des Trennungsjahres.

Da kommt so eine Sitzgelegenheit -strategisch günstig zum Alkohol gelegen- gerade recht.



In der Landeshauptstadt hingegen richtet man sich verstärkt auf das
drohende Fahrverbot für altere Dieselfahrzeuge ein.

Nämlich wie?

Mehr Elektroautos?  Nein. Hier fährt man Daimler, keinen e-Smart.
Mehr ÖPNV?  Nein. Die S- und U-Bahnen sind zu den Stoßzeiten eh schon überfüllt.
Mehr Fahrrad und Moped?  Neinnnn.

 Sie waren wohl noch nie in Stuttgart mit einem Zweirad unterwegs, wie?
Wären Sie es, könnten Sie diese Frage nicht mehr stellen.
Dafür bekämen Sie jede Woche sonntags Besuch. Von Ihren Verwandten.
Zum Blumengießen und neue Kerze reinstellen.


Nein, die Lösung heißt: Oldtimer zulassen!
Wahnsinn, was hier auf einmal Oldtimer auf den Straßen zu sehen sind!

Mit dem "H"-Kennzeichen können Sie schließlich hinten raus blasen, was Sie wollen.
Nix Fahrverbot.
Und nur EUR 3,80 KFZ-Steuer im Monat.
Dafür kriegen Sie nicht mal eine Hin-Fahrkarte mit der S6 nach Leonberg.**



Hier gibt's im Umland ziemlich viel Wein.
Überall können Sie sonntags in den Weinorten an die Keltern fahren und parken,
bis Anfang November sehen Sie häufig nebendran aufgebaute Bierzeltgarnituren,
Schirme, und dann wird dort frischer Zwiebelkuchen oder Flammkuchen
mit eigenem Wein ausgeschenkt. Und Käsewürfel mit Paprika und Zwiebelringen zum Dessert.

Und Service für die Lektüre der Speisekarte wird hier auch groß geschrieben ;-).



Und auch ansonsten schaut man hier, dass Ordnung herrscht.
Bzw. man ist behilflich beim "Ordnung einhalten".
Allerorten.



Besuchen Sie das Schwabenland.
Es gibt viel zu sehen, und Sie werden's nicht bereuen :-).


* Lesen Sie zur Vertiefung dieses Themas mehr
bei der reizenden Miss Whimsy.

** sofern Sie da je hin wollten.

Sonntag, 26. November 2017

Meerlaunen


Das Zweitschönste am Bloggen ist, auf tolle andere Blogs zu stoßen.
Wenngleich ich lieber schreibe als lese.

Genau genommen lese ich keine 3% der Blogs, die ich abonniert habe (würde ich sie ALLE lesen, müsste ich im Job auf eine Teilzeitstelle runter, aber manchmal ist das abonnierende Auge halt größer als die Zeit, die man tatsächlich aufzubringen vermag...).

Sie wären erstaunt, wie wenig ich wirklich lese.
Kopfscheue beispielsweise vermisse ich sehr. Hat vor 4 Jahren aufgehört zu bloggen.
Ich sehe dort immer noch gelegentlich wehmütig vorbei.

Frau Morphiium zum Beispiel wäre auch besser "dabei" geblieben, aber sie hat sich bedauerlicherweise anders entschieden.
Na, zumindest liest sie hier noch mit.

Eine stets gute Adresse war copypastelove, inzwischen ist Mira aber in ihr eigenes Zuhause umgezogen und gibt von dort aus die besten Tipps, die man bekommen kann fürs Blogdesign usw.

Und zwischen den Wenigen, die man vermisst, entdeckt man doch hin und wieder neue Perlen.

Neue Schmuckstücke, deren Gegenwart das Leselicht ein klein wenig heller erscheinen lässt.
Und man gar nicht recht sagen kann, weshalb eigentlich.
Vielleicht, weil man spürt, dass die Seele dahinter sich gelegentlich genauso (eher noch mehr)
zusammenreißen muss, um sich zu trauen, jene Bühne zu betreten, die Bloggersdorf heißt.

Meine heutige Lesempfehlung gilt Miss Whimsy.

Ich finde, ihre "Meerlaunen" haben mehr als lediglich einen Besuch verdient.
Freundliche Kommentare zum Beispiel. Das Attribut ist dabei wichtig.

Also, schnappen Sie sich Ihr Paddelboot und rudern mit rüber?

Samstag, 25. November 2017

screenshot saturday KW 47



[ Spätestens seit gestern wissen Sie:

Fahren Sie vorsichtig.
Genießen Sie den Tag.
JEDEN.


Sagen Sie denen, die Sie lieben,
DASS Sie sie lieben.
Jeden Tag.  ]