Dienstag, 28. Februar 2017

Such & Find ( I )



[ ...es ist wieder soweit.
Mehr und mehr Suchanfragen treffen hier ein.

Wie Treibgut am Strand einer paradiesischen Insel.
Los geht's zur Strandsäuberung:]


  • abendbrotmesser
    Ich besitze vier davon, eines ist aus Gran Canaria, es muss nie geschliffen werden.
    Auf einem ist ein Bärchen drauf und es ist froschgrün.
    Und zwei sind Zwillinge, schwarzer Wellenschliff.
  • titen gif
    Es heißt TITTEN, Du kulturloser Bastard!
    (Entschuldigung. Wenn jmd Brüste nicht ausreichend huldigt, vergesse ich meine Erziehung.)
  • fahr bitte vorsichtig gif
    Ach Gottchen, das richtet sich doch sicher an einen MANN, oder?
    Dann ist das vergebene Liebesmüh: Männern, denen man DAS noch sagen
    oder mit einem Plakat zeigen muss, sind ohnehin vernunftresistent.)
  • leibesdienst

    Der ist abzuleisten, hier vor dem Herrn dieses Blogs,
    und einmal im Monat wählt seine Lordschaft erneut aus. Seid bereit!
  • yotta maria 70g

    DIE würde ich auch mal gerne "auswählen" zum Leibesdienst.
  • wasseruhr geht zumal rückwärts

    An DEINER Stelle würde ich meinen Cannabiskonsum überdenken.
  • operation keulendaumen

    Es ist nicht schlimm, am Daumen auszusehen wie ein Hähnchen,
    sofern der Rest Megan Fox ist.
  • fetten Hennen

    Ein sehr zweideutiger Begriff, meistens entweder verwendet für
    bienenfreundliche Gartenpflanzen, oder aber für Kolleginnen.
  • morgenlatte küche zerstört

    Stimmt, ist mir auch schon passiert, und da fällt mirdoch glatt mal wieder der Captn ein. Wieso nur?
  • was bedeutet n39.0g

    ProTipp: Was ANDERES als 70G.
    Und ungleich schmerzhafter zudem.
  • soulsweepr

    Fehlschreibe noch EIN MAL meinen Namen, und Du wirst
    zum Leibesdienst ausgewählt. Von Harry Harrington.
  • sex gif von hinten auf der couch


    Das hat mich so sehr interessiert, dass ich selbst
    danach gesucht habe. Eine wie ich finde ziemlich perifde Art,
    jemand Anderes die Arbeit für Einen erledigen zu lassen.
  • schneckengehege


    Das Schneckengehege ist derzeit noch im Winterschlaf und öffnet
    in wenigen Wochen wieder seine Pforten. Bzw. Häuser.
    Bis dahin lade ich Sie ein in meinen letztjährigen Garten.
  • soulweeper bedeutung


    Ich dachte, ihr alle wüsstet, wo man das nachlesen kann?
  • moral machine


    (eigentlich könnte man bei dieser Suchanfrage von Tante Guhgel gar nicht
    FALSCHER geroutet werden als HIERHER. Aber gut, ich habe, was Du suchst.)

  • engelbert strauss polen trikot


    Bist Du DAFÜR nicht ein BISSCHEN spät dran?
  • baseballschläger wandhalterung


    DIESE Suchanfrage VERFOLGT mich!
    Sie ist mein Begleiter seit wenn's reicht 8 Jahren, und JEDESMAL
    ist 
    einer der ERSTEN Suchanfragen eines JEDEN Blogs genau DIESE:
    Dabei hab ich noch nienienie niemalsnicht von Baseballschlägern und
    Wandhalterungen geschrieben!? 

Montag, 27. Februar 2017

fu monday


Ganz im Ernst, wer erfindet solche Scheißtage?

Gut hätte es heute werden können - ein kollegiales Gespräch mit dem Büffel,
das Erste seit er in den Vorruhestand bei uns gegangen ist.
Gemeinsames Mittagessen.
Anschließend in Ruhe den Bürokram erledigen.

Tja.
Mal sehen, was bisher so anfiel?

Die gelbe Tonne stand ungeleert vorm Hof, statt dessen hing ein Zettel dran, da sei was drin, das nicht abholungsfähig wäre, deshalb sei die Tonne nicht geleert worden.

Guck ich ins Postfach, aha - der Ebay-Käufer meines Smartphones hat nicht gezahlt und reagiert nicht auf Emails.
Super.
Wahrscheinlich Einer, der das gleiche Handy wie ich zu verkaufen hatte, aber ein paar Euro teurer - dann ersteigert man das verhasste Konkurrenzangebot und zahlt einfach nicht, Ergebnis:
Nix passiert, aber der Konkurrent hat sein Handy ~7 Tage aus dem offiziellen Angebot draußen und kann so lange nix machen - und auch nicht wieder einstellen!
Bis DER wieder neu einstellen kann, hat man sein eigenes Angebot draußen und konnte es evtl.erfolgreich loswerden.
Clever.
Hätte von MIR sein können, der Trick.
Blöd für mich halt.

Der Metzger, wo ich für heute abend hatte Kartoffelsalat für die Gattin besorgen sollen, hat 2 Filialen.
Die Erste hatte gegen 12.50 Uhr keinen Kartoffelsalat mehr.
Die Zweite hatte (was ich nicht wusste) montags nur bis 13 Uhr offen (bis.13.Uhr. !!!).
Wann war ich da?
Richtig, 13.08 Uhr.

Auf dem lahmarschigsten Postamt westlich des Jupiters eine Warteschlange von 9 Personen,
also 45 min, aber ich brauche dringend neue Briefmarken.
Also raus an den Briefmarkenautomaten.

Der Briefmarkenautomat nimmt erstens keine Scheine (was blöd ist, wenn man 20 x 145er und 10x 70er Marken braucht) und hat außerdem keine ENTER-Taste oder so was Ähnliches, um seinen Kauf abzuschließen.
Bin vielleicht auch einfach zu blöd für diese Automaten.

Rein ins Auto, zum Nachbarort, da gibt's noch mal ne kleine Mini-Filiale.
Den letzten Parkplatz im Umkreis von 300m schnappt mir so eine doofe Trulla weg,

Ok, eigentlich sind da ZWEI Parkplätze, aber die braucht sie mit ihrem Q3 alle BEIDE.
Also: 3x um den Block fahren, bis die doofe Nuss wieder weg ist.
Puls 160.

Komm' ich heim, Email von unserer Bank.
Die lehnen mir eine Kontoeröffnung für einen Kunden ab.
Dafür reichen seit 10 Jahren die PDF-Dateien.
Hier in dem Fall wollen die plötzlich die Originale sehen.
Die hab ich natürlich wie alle anderen die letzten 10 Jahre auch sofort nach PDF-Erstellung durch den Reißwolf geschickt.

Ich hab Schaum vor dem Mund, Freunde.


PS: (16.32 Uhr)
Sagte ich schon, dass mein CD-Laufwerk im Auto neuerdings übern Jordan ist?



Sonntag, 26. Februar 2017

Ausgrabungen




(es gibt tatsächlich websites, die übersetzen
bzw. übertragen Eingetipptes in Runenschrift.

Sieht geil aus, kann aber kein Schwein mehr lesen.

Schade, ich hatte erwogen, es als neuen header einzusetzen.)



Nach und nach fange ich an, bereits früher Veröffentlichtes hierhin in den Blog zu übertragen.
Immer wenn ich Lust habe (besser: wenn mir nix Kreativeres einfällt - also öfters mal).

Statt alte Veröffentlichungstermine zu setzen, packe ich das besser in separate Seiten.
Die letzten Tage ist so eine "Seite" hinzugekommen, wie Sie in der Navi-Leiste vielleicht schon bemerkt haben.

Leider finde ich -trotz aller Sicherungsdisziplin- bisher meine zwei persönlichen Lieblingsbeiträge (noch) nicht wieder.
An den einen Titel kann ich mir gerade nicht erinnen, der andere hieß "erektile Dysfunktion bei Bedecktsamern". (Das weiß ich deswegen noch, weil allein schon der Titel umfangreiche Recherche erfordert hatte damals^^.)

Ich gehe mal wieder suchen. Bzw. in alten, schon sedimentierten Sicherungsdateien graben.
Und SIE legen heute schön die Füße hoch und lassen sich auf der Wohnzimmercouch befriedigen.
(Alternativ besuchen Sie die Nachbarin und probieren mal zusammen den "Muskelmeister" aus)

Keine Widerrede jetzt, das wird morgen alles abgefragt!

Samstag, 25. Februar 2017

Freitag, 24. Februar 2017

Donnerstag, 23. Februar 2017

5 lives rerevisited


Ronald Pofalla

Diplom-Sozialpädagoge. Studierter Jurist.

Über etliche Jahre hinweg -schon während der Studiumszeit- mit einem monatlich vierstelligen Betrag "gefördert" von einem Müllentsorgungsunternehmen, was somit fast zwangsläufig in einer CDU-Karriere enden musste.

Folgerichtig mündete der so gewissermaßen mit Müll geebnete Karriereweg dann auch in gerader Linie zum CDU-Generalsekretär, außerdem zum Minister für besondere Aufgaben (allein dieser Titel und diese Aufgabe in Deutschland sind einzigartig auf der Welt) sowie zum Kanzleramtschef.
Im Prinzip also drei mal das Gleiche, aber in unterschiedlicher Vergütung.
Seit 1975 CDU-Mitglied, sofern zu seiner charakterlichen Portraitierung noch Bedarf bestand.

1994 ermittelte die Staatsanwaltschaft, weil die Pofalla zugeflossene Summe über DM 1,4 Mio nicht ganz geklärter Herkunft war (Kohl-Ära !). Das Verfahren wurde eingestellt.

In den nächsten 3 Jahren bis 1997 erfolgte erneut ein nicht dokumentierter, aber entdeckter "Vermögenszuwachs" über DM 700.000, erneut ermittelte die Staatsanwaltschaft.
Pofallas Immunität wurde nach Monaten aufgehoben, und wundersamer Weise brachte die anschließende Hausdurchsuchung keine Ergebnisse (mehr).

So bereits zwei mal als Teflon-Ronald hoch dekoriert, war der Sprung in den engsten Schutzschildkreis der Kanzerlin-Mutti nur noch eine Frage der Zeit.
Hielt seither der Kanzlerin alle Abweichler mit teils rabiaten Methoden vom Hals, sogar gemessen an CDU-Verhältnissen.

Mobbte den durch und durch integren CDU-Kollegen Wolfgang Bosbach mit geschrieenen Sätzen wie
"Ich kann den Scheiß nicht mehr hören!" / "Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen!"
in die Defensive und damals fast aus dem Bundestag.

Machte sich im Zuge der BND-Geheimdienstaffäre (dessen Koordinator er war) einen Namen, in dem er die schriftlichen Enthüllungen wegen Gesetztesverstößen gegen den BND mit einer schriftlichen Erklärung des BND zu entkräften versuchte , man habe gegen kein Gesetz verstoßen und damit erkläre er, Pofalla, die Affäre hiermit für beendet.
Das brachte ihm wochenlang verdiente Häme in sozialen Netzwerken ein unter dem hashtag #pofallabeendetdinge.

Setzte 2013 einige Staatssekretäre unter Druck, weiter für "Stuttgart 21" einzutreten, obwohl wirtschaftlich weder sinnvoll noch tragbar. Staatsanwaltschaft schlug Verfahren nieder. Neue Beweise dafür tauchten auf, neue Anzeige, erneut niedergeschlagen.

Lediglich 1 Jahr später wechselte Pofalla zur Deutschen Bahn, wo er ab Anfang 2017 den Lenkungskreis "Stuttgart 21" leiten und so von seinen eigenen Machtmissbräuchen der politischen Vergangenheit profitieren wird.
Gilt als heißer Kandidat auf die Nachfolge seines engen Freundes Rüdiger Grube, der den Vorstandsvorsitz der Deutschen Bahn Anfang 2017 abrupt niederlegte.



Marissa Mayer

Baujahr 1975 in den U.S. of A. Informatikerin und Managerin.
Exfreundin von Google-Gründer Larry Page.

Gründungsmitglied von Google (Personalnummer 20 und erste weibliche Ingenieurin überhaupt bei Google), hat sich dort hochgearbeitet von der Informatik-Gruppenleiterin bis zum Vice President.

Galt auch wegen ihrer offenkundigen Attraktivität als "Goolge's face" und wurde 2008 zu den
"50 mächtigsten Frauen der Welt" gezählt - als Jüngste.
Galt bereits seit ihrer Kindheit als diszpliniert wegen ihrer Ballett- und Klavierstunden.
Wollte ursprünglich Kinderneurochirurgin werden und hatte dies auch angefangen zu studieren, sich aber später für "symbolische Systeme" umentschieden, wo sie zwei exzellente Abschlüsse, beide mit Schwerpuntkt künstliche Intelligenz.

Wechselte nach ihrer Degradierung bei Google 2010 knapp zwei Jahre später als CEO an die Spitze von YAHOO!. Morgens am ersten Tag wurde sie als neuer CEO bekanntgegeben, nachmittags gab sie ihre Schwangerschaft und bevorstehende Auszeit bekannt.

Führte nach ihrer Rückkehr das "PB&J"-Programm ein, welches schnelles feedback an das Management ermöglichte: Sobald sich 50 Angestellte für ein und denselben Sachverhalt als verbesserungswürdig voteten, wurde dieser automatisch dem Managemantboard zur Beobachtung aufgetragen.

Im selben Jahr beende Sie mit der Telearbeit eine bei YAHOO! gut etablierte und kulturell gelebte Praxis mit der Begründung, die Angestellten sollten zurück in ihre Büros kommen, eine Zusammenarbeit sei nur innerhalb der Büros möglich.
Auf der anderen Seite verbesserte sie die Regulierungen zur Elternzeit und den Mutterschaftsschutz bei YAHOO!.

Der Kauf von Tumblr (der letzen der größeren, noch erwerbbaren social media Plattformen) war der einzige und letzte Versuch, wieder in das Hauptgeschäft mit Werbekunden im Internet zurückzukommen.

Ab 2014 wurde die Situation für Mayer und YAHOO! kritisch, da mehr als ein Dutzend Schlüsselpersonen in leitender Stellung das Unternehmen verlasen hatten, Tumblr teilweise abgeschrieben werden musste, der ohnehin schwache Aktienkurs mehr als 30% gefallen war.

Spätestens, als die Gesamtkapitalisierung der YAHOO!-Aktie auf einen Wert nur minimal über dem Barwert der ALIBABA-Beteiligung in China notierte (und also der Markt YAHOO! und seinem Geschäftsmodell AN SICH somit lediglich einen Wert von wenigen Dutzend Millionen Dollar bescheinigte) war YAHOO! zum Übernahmekandidaten geworden und Mayer sah sich offiziell gezungen, die Firma zum Verkauf zu stellen.

Im Januar 2016 war der innere Wert von YAHOO! unter null Dollar gefallen.
Im Mai 2016 wurde der Verkauf an Verizon angekurbelt und Mayer sollte eine Entschädigung von USD 55 Mio erhalten, sollte sie binnen eines Jahres gekündigt werden.
Im Januar 2017 zog sich Mayer von der Konzernspitze zurück.


Michael D. Hausfeld

US-Staranwalt jüdischer Herkunft. Jahrgang 1944.
Seine Eltern überlebten den Holocaust, er gilt als einer der besten Anwälte der Welt.
Seine Kanzlei ("Hausfeld LLP") residiert in Washington D.C., K-Street.

Das Jewiki schreibt über ihn "sendungsbewusst, mitunter emotional, aber stets bedacht, maximalen Druck auf seine Gegner auszuüben, ist Hausfeld zumal für seine europäischen Kontrahenten eine irritierende Figur."

Derzeit als federführender Klagevertreter für Privatkunden in den U.S. of A. gegen den VW-Konzern bekannt.
Schrieb VW-CEO Michael Müller einen Brief, er möge ihm doch bitte binnen 14 Tagen einen Termin einräumen, um schon mal den Vergleich für die deutschen Kunden vorab zu besprechen.
Falls nicht, werde es noch sehr viel teurer für VW.
Es geht mindestens um 2,5 Mrd. Eur.

Zuvor hatte Hausfeld sich erfolgreich mit den Öl-Riesen Exxon und Texaco angelegt.
Er verklagte die Tabakindustrie wegen des Verkaufs von Light-Zigaretten.
Er trieb Schweizer Banken, die sich am Vermögen von Holocaust-Opfern bereichert hatten, in einen teuren Vergleich.

Und vor Allem scheute er die Auseinandersetzung mit Regierungen nicht - beispielsweise der deutschen, der er zusammen mit Kollegen einen fünf Milliarden Euro schweren Entschädigungsfonds ehemaliger NS-Zwangsarbeiter abtrotzte.

Hausfeld sagte zu dem Sinn seines Schaffens, dass "internationale Konzerne nicht auf nationaler Eben kontrolliert werden können. Dagegen kommen nur Bündnisse von staatlichen Aufsichtsbehörden und international agierende Klägerkanzleien."

Sein ex-Kommilitone sagt über ihn: "Er stand schon immer auf der Seite derer, die nicht in der Lage waren, ihre Rechte einzuklagen, der Unterdrückten, der Wehrlosen."



Shirin David


[ ganz im Ernst, bei DIESEM 5-lives-Wunsch
hab' ich mich leicht überwinden müssen. ]

Künstlername (engl. ausgesprochen) für die 21-jährige YouTuberin und Instagrammodel
Barbara Davidavicius. Iranischer Vater, litauische Mutter.

2 Mio Abonennten ihres YouTube-Kanals können sich Woche für Woche für Woche von der ungekünstelten Art und geschmackvollen, natürlichen Schönheit des social media-Jungstars überzeugen, während sie beauty- und lifestyle-Tipps im Rahmen eigener Erfahrungsberichte in die Kamera prostituiert.

(Anspieltipp: Ein echter Leckerbissen des Landes der Dichter und Denker
erwartet Sie auf der Einsprungmarke 3:08, da zeigt die Frau Ihre Büchersammlung.
Prädikat: Sehenswert!) 


Begann mit 4 Jahren Musikunterricht (Geige, Oboe, Klavier - scheißegal, Hauptsache Blasinstrumente - das kann man später immer mal brauchen, spätenstens beim Bohlen) und sitzt für 2017 auch in der Jury von "Deutschland sucht den Superstar" (TA-DAAAA!).

Auf ihrem Instagram-account (3,4 Mio. Abonennten) kann man zwischen ungezählten Barbiepuppengesichtfotos auch eines entdecken, auf welchem sie am Strand einen roten Baywatch-style-Badeanzug trägt, den sie zwar recht ansprechend ausfüllt (Silikon), der aber am Stärksten gewinnt durch seine überaus treffliche Aufschrift: "SURFBOARD".
Besser hätte man's eigentlich nicht charakterisieren können.

Zog nach vollzogenem Schauspiel-, Tanz. und Theaterunterricht (Hamburger Staatsoper. Die nehmen auch echt jeden.) nach Köln, um sich ganz ihrer YouTube-Karriere zu widmen.
Vermutlich auch des passenderen Ambientes wegen.

Bisher mit 2 Rollen im deutschen Kino vertreten, die nicht als Start in eine größere Filmkarriere missverstanden werden können: "Fack ju Göhte 2" und "Kartoffelsalat - Nicht fragen!"

Über ersteren sagt sein Regisseur "Der Plan war einfach nur, dass Teil zwei nicht scheiße wird." und über den Titel des Letzteren sagt dessen Erschaffer, "dass ihnen nichts Besseres eingefallen sei. Daher stammt auch der Untertitel „Nicht fragen!“. 

Ihre Fans nennen sich "Shirizzles" und können sich im Shirizzleshop mit der Textil-Linie ihres Idols eindecken, was aber lediglich einen geringen Teil ihrer regelmäßigen Einkünfte darstellt - nach Schätzung addieren sich hierzu die YouTube-Einnahmen (ca.7.000 EUR), ihre ProductPlacements (ca. 50.000 EUR) und Affiliates ca. 12.000 EUR auf wenigstens monatlich EUR 70.000, die Einnahmen aus DSDS noch nicht mitgerechnet (ca. EUR 9.000 mtl.).




Janina Kugel

(gewissermaßen der absolute Gegenentwurf zu Shirin David)

Vorstandsmitglied der Siemens AG und im engsten Beraterkreis ("Joes Küchenkabinett")
des Siemens-CEOs Joe Kaeser, Baujahr 1970, gebürtige Stuttgarterin.
Personalverantwortung für über 340.000 Mitarbeiter.

Karrierestart als Unternehmensberaterin bei Accenture (vormals Anderssen Consulting), danach bis auf einen kurzen Abstecher zu den ausgegliederten OSRAM durchgängig im Siemens-Konzern beschäftigt, Schwerpunkttätigkeit dabei weltweit auf mehreren Kontinenten im Bereich human resources.

Seit 2014 zusätzlich diversity-Beauftragte macht Kugel sich stark für Frauen in Führungspositionen und erläutert dediziert die Gründe für ihr bisheriges Fehlen ebendort.
Häufiger  als andere Frauen zum gleichen Thema befragt verortet sie einen Grund für diesen Umstand in einem Effekt, den sie als "unconscious bias" bezeichnet - dem unbewussten ungewollten Vorurteil.

Als Beispiel nennt sie für die Neubesetzungen in großen Orchester den nachweislichen Effekt, dass immer dann mehr Frauen den Zuschlag erhalten, wenn das Vorspielen hinter einem Vorhang stattfindet.
Bei der Vorauswahl von Siemens-Bewerbern wird daher in Kürze digitale Intelligenz statt menschlicher Vorsortierung zum Einsatz kommen.

Als Siemens-Personalchefin (einer Position, auf der ihre 4 Vorgänger/innen mit dem Attribut "gescheitert" gehen mussten) dürfte ihr die schwierigste non-CEO-Rolle im Konzern zugefallen sein, das Thema Digitalisierung und Kostensenkung voranzutreiben, andererseits bei der traditionell starken Arbeitnehmervertretung des Unternehmens (welche schon dem einen oder anderen Vorgänger bei dessen Entsorgung mit Rat und Tat zur Seite stand) in Ungnade zu fallen.

Auf die Frage, ob man sich als Frau nicht immer auch entscheiden müsse zwischen Kind und Karriere und wie das als Mutter von Zwillingen sehe, antwortete sie, jede Entscheidung im Lebenhat an anderer Stelle einen Kompromiss zur Folge - auch sie selbst habe ihre Kinder nicht immer selbst zum Turnen gefahren, sondern die Nanny, aber sie halte das auch nicht für entscheidend.

Über den digitalen Wandel sagt sie:
"Jede industrielle Revolution hat zu Ängsten geführt, und keiner hat die Glaskugel, um vorauszusagen, wie die Zukunft ganz genau aussehen wird.
Realität ist, dass wir in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern unterm Strich nicht zu weniger Beschäftigung gekommen sind durch die Entwicklung und Weiterentwicklung der Industrie.“ 


Mittwoch, 22. Februar 2017

Simply irresistable



[ bin in München.
Auf Tagung.

Musste an Robert Palmer denken,  als ich
unseren neuen Oberchef  auf der Bühne sah.

Und an seinen Song,  als ich seine Sekretärin erblickte. ]





Dienstag, 21. Februar 2017

color of both



Die Dinge, die wir wahrnehmen, sie sind NIE absolut.

Sieht man z.B. sehr schön daran, dass wir noch so mit unserer Meinung übereinstimmende Aussagen immer DANN verneinen, wenn Sie von jemandem stammen, den wir abgrundtief verabscheuen.

Soll heißen: Es ist nicht egal, WAS gesagt, geschrieben, getan wird, es muss auch DER RICHTIGE sagen, schreiben, tun. Sonst akzeptieren wir es nicht als das Richtige (Idealbeispiel: Facebook-posts).

Umgekehrt sind wir in der Tat bereit, Unwahres und Unrichtiges zu befürworten und uns mit ihm zu solidarisieren, wenn es von den unser Meinung nach RICHTIGEN befürwortet wurde.

Übrigens trifft genau das auch auf Farben zu bzw. auf das, was wir als Farben wahrnehmen:

Im blauen Kontext erscheint das "A"- Feld als braun, ebenso wie das "B"-Feld in seinem braunen Kontext als weiß erscheint - tatsächlich handelt es sich bei den Flächen "A" und "B" aber um die absolut identische Farbe.

Und falls Sie es nicht glauben - halten Sie den Übergang zwischen A und B mit dem Zeigefinger zu.

Eine Übung, an die Sie sich spätestens
am 24. September erinnern sollten.



Montag, 20. Februar 2017

KcilbkcürnehcoW KW 7



Samstag:

Der Geburtstag der Gattin wird heute nachgefeiert.
An dem Tag, an dem sie tatsächlich hatte, waren über hundert messages bei ihr eingegangen,
zählt man alle Kanäle zusammen (Telefon, WhatsApp, Xing, Facebook).

Unglaublich, wer auch nach Jahren des Ausscheidens aus unserem Vertrieb noch alles an sie denkt.
Absolut irre.
Ihr gratulieren MEHR Menschen, als ICH kenne.
Was ich andererseits auch wieder verstehe: IHR würde ich auch lieber gratulieren als mir.
Sie ist einfach der nettere Mensch, glaube ich.

Es kommen abends ein paar Freunde - und ich bin gar nicht unfroh, mich ein bisschen im Vorfeld mit an den Herd zu stellen und abgelenkt zu sein.
Es gibt ein paar Salate, Pasten, Sauerteigbrot und Tsatziki, außerdem Oliven und gefüllte Kirschpaprikas und so Zeugs.

Und natürlich Fleisch.




Sonntag:

Ruhetag.
Und Pärchenzeit-Tag.
Ausdauernder und athletischer Sex mit der Gattin.



Montag:

Mal wieder so ein Glasscheibentag.

Es geht morgens los, Treffen mit Pedro, ich kriege alles nur halb mit.
Ach was, Blödsinn, ich kriege nicht mal ein Viertel mit.
Alles wie durch eine Glasscheibe, seine Worte wirken entfernt, die Zeit scheint sich zusammen zu ziehen.
Leichter Anflug von Dissoziation again.

Die Menschen um uns herum, sie wirken, als würden sie in einer S-Bahn aus Glas stehen und an mir rasch vorbeigezogen werden.
Muss mich schwer zusammenreißen auf Kurs halten, es ist schließlich sein Geburtstag, die zwei Stunden werde ich doch noch hinbekommen!?
Es klappt mehr schlecht als recht.

Nachmittags kleines Coaching um die Ecke.
Bin schlecht vorbereitet, keine Frage.
Kriege eigentlich kaum mit, was ich da erzähle.

Plötzlich ist der Versammlungsraum außer mir leer.
Offenbar sind alle gegangen?
Was bedeutet, dass ich geendet haben muss, sonst wären die ja noch hier.

Schaue auf die Uhr.
Ich bin seit dreieinhalb Stunden hier?!
Was habe ich gemacht in all der Zeit?

Der Wetterbericht lag gestern schon ganz richtig: Ein Tag zum Löschen.





Dienstag:

Nicht, dass ich einen Scheißdreck geben würde auf Valentinstage.

Aber trotzdem steckt mir der Kloß im Hals, als ich morgens zum Frühstück komme und da steht eine kleine hölzerne Schatztruhe mit Schleife drum auf meinem Platz.
Sowie ein rotes Pappherz, gefüllt mit 100 feinaufgerollten Zetteln, je zur Hälfte weiße und rötliche, für sie und ihn.
Ein Pinzette liegt bei - damit zieht man täglich abwechselnd die Zettelröllchen.
Und auf denen stehen kleine Gefälligkeiten, die man für den Partner erledigen darf.

Ich bin gerührt.
Unter Anderem von meiner eigenen Doofheit.

Ich hatte natürlich nix. Kein Geschenk, keine Blumen.
Ich hatte schon zu ihrem Geburtstag keine Blumen besorgt.
Sondern drei Tage vorher, weil es mir in meinen gottverfickten Tagesplan besser reingepasst hatte der mich derzeit kaum durchatmen lässt.

Ok, man hätte das früher erledigen können.
Ich wurde ja auch erst seit 2 vollen Wochen in PANDA POP schon auf dem Startscreen daran erinnert.
Fuck it.




Mittwoch:

Da kommt mir die für heute angesetzte ganztägige Schulungsveranstaltung gerade recht.
Nicht.
Es wird ein ziemliches Desaster, der Referent ist Kacke, obwohl ich ihn kenne und mag.
Nicht sein Traumjob, offenkundig.

Chefin verzweifelt heute an ihrer Technik.
Erst lässt sich ihr iPad nicht entsperren, der Finger wird nicht erkannt, sie guckt -zielführend, muss man zugeben- den technisch versiertesten Mann im Raum an - wie ein Hundewelpenmädchen, das gerade in den Baggersee gefallen ist.

Ich knie mich neben sie hin und frage nach dem den Fingerabdruck ersetzenden Passwort.
Sie tut das, was die meisten Frauen, die ich kenne, nun tun würden.
Sie blättert in ihrem Organizer nach ganz hinten, dort stehen fein säuberlich
ALLE Passwörter ALLER accounts handschriftlich notiert.

Jetzt kommt WIEDER was, das bei den meisten Frauen, die ich kenne, passieren würde:
Das Passwort funktioniert nicht.

Ich frage sie, ob es sein kann, dass sie bei Einrichten von iPhone und iPad die gleiche Passwortvergabe genutzt habe, üblicherweise auch das Passwort für den iCloud-account.
Die Hundewelpin schaut mich mit sehr großen Augen an und fragt, was ein iCloud-account ist.

Während ich hart die Augen zusammenkneife und mir eine Antwort überlege, die mir die Weiterbeschäftigung in diesem Laden nicht sofort verunmöglicht, macht es laut PENG und dann ist der Beamer aus.
Kollege Robbie hat sein Notebook-Netzteil in die Steckdose gesteckt und die war damit nicht uneingeschränkt einverstanden.

Jedenfalls verbreiten sich leichte Röstaromen und Noten von Isolierkabelfrittiertem im Raum.


Gute Hoffnungen auf ein frühzeitiges Ende der Schulung keimen auf.
Aber immer DANN, wenn der Haustechnik-Fritze mal nicht erreichbar sein SOLLTE, dann ist er
natürlich binnen 3 Minuten da!
Und schaltet die Stromzufuhr für den Schulungsraum wieder ein.



Donnerstag:

Bis jetzt ist der Februar mein Depri-Monat.
Zu viele Erinnerungen, und es sind nicht mal beschissene.
Es sind die schönen, die mich gelegentlich kaputt machen.

Ich weiß nie, ob mein Normalzustand (also normal-null-Level emotional) die GUTEN Tage sind, oder die SCHLECHTEN.
Nach der Häufigkeitsverteilung kann ich da nicht gehen.
Oder besser, ich sollte nicht.

Nach der emotionalen Befindlichkeit in beiden Phasen sollte ich auch nicht gehen, sonst müsste ein rational denkender Mensch sofort zum Strick greifen.
Die "guten" Phasen kommen mir bisweilen vor wie Selbstbetrug, wie ein gigantischer Euphemismus.
Nietzsche inside.

Ein Tag, dem ich nicht mal das label "Vergangenheitsbewältigung" zugestehen mag.
Der Tag kann einfach nur abgeholt und entsorgt werden.





Freitag:

Schulungen und Präsentationen geben bin ich gewohnt.
Mehr als 100 Leute in zwei Online-Veranstaltungen sind aber was Neues.
Die Assistentin und ich arbeiten gut zusammen und sie spielt mir Bälle zu, die ich dankbar verwerte.

Die Technik allerdings ist mal wieder geeignet, einen zum Amokläufer werden zu lassen.
An dem Platz, an dem ich das eMeeting abhalten soll, guckt mich ein LAN-Kabel mit abgebrochener Nase am Westernstecker an.

Der Technikfritze ist natürlich in der Frühstückspause.
Eine Stunde lang.
Ich muss tatsächlich einpacken und den Arbeitsplatz eines Kollegen beanspruchen.
Was ein Rotz.

Als es losgeht. hat sich von mir unbemerkt meine Chefin kurzfristig mit unter die eMeeting-Teilnehmer gemischt.
Ihr Einloggen muss an mir vorbei gegangen sein.

30 Sekunden nach Ende der Veranstaltung klingelt das Handy der Assistentin (meines ist ausgeschaltet) und die Chefin lässt sich an mich weiterreichen.
Ein dickes Lob und eine Runde Schulterklopfen - genau das, was ich zum Wochenende brauchen kann.

Fahre durch den Berufsverkehr heim, tausche dort die seit 5 Tagen leere Faxrolle der Vermieterin aus und mache mir vor dem PC ein dunkles Bier auf.

Lese die Kommentare zu "HOME" und beschließe, auf Weißwein umzusteigen.



Samstag, 18. Februar 2017

face 2 face



"What's going on?
Could this be my understanding?
It's not your fault I was being too demanding

I must admit it's my pride that made me distant
All because I hoped that you'd be someone different

There's not much I know about you
Fear will always make you blind
But the answer is in clear view
It's amazing what you'll find face to face

I turned away because I thought you were the problem
Tried to forget until I hit the bottom
But when I faced you in my blank confusion
I realized you weren't wrong, it was a mere illusion

It really didn't make sense
Just to leave this unresolved

It's not hard to go the distance

when you finally get involved face to face"





(was für ein unerreichtes Meisterwerk.
Großartiges Live-Stück.)

Freitag, 17. Februar 2017

HOME




Während der Rückfahrt gestern auf der Autobahn Richtung München kam da auf einmal wieder
dieses selten gehörte Gitarrenstück aus den Lautsprechern.

"HOME" von Andrew York.

Da musste ich an Dich denken.
Es passt so gut zu Dir.

So, wie ich oft denken muss, wenn ich ein sanftes, herzwärmendes Musikstück höre:


     Das würde jetzt bestimmt gut zu ihr passen.
     Das würde ihr vielleicht gefallen.

Es sind die schmerzlichen Erfahrungen, die uns vor unserem Hochmut schützen und womöglich auch vor unserem Undank gegenüber dem, was wir haben. Was UNS hat.


Es sind diese Momente des in den Hafen Einlaufens , die ich vermisse.

In denen man auf der Basis von Chats, Sprachbotschaften, Herzen-Videos glaubt, seinen Seelenzwilling gefunden zu haben.
Oder doch zumindest einen Menschen, der so tickt, wie man selbst es nur dann vermöchte, wenn man nicht so fürchterlich defekt wäre.
Wenn man dieses Panzerungs-Ding da innen-außen-rum nicht hätte.
Wenn man so sein könnte, wie man ganz in seinem tiefsten Inneren gerne sein dürfen möchte.

Wie sehr mich die persönliche Begegnung gelehrt hat, dass dem eigenen Eindruck immer dann nicht zu trauen ist, wenn das Gesehene und Gehöhrte so unverhofft deckungsgleich ist mit dem Ersehnten.

Und wie sehr es schmerzt, zu begreifen, dass man sich genau dem Menschen immer und immer wieder erklären muss, von dem man so sehr erhofft hatte, er müsse nie Fragen stellen.
Weil er blind versteht.

Es sind diese Erlebnisse, die verbittern.


Es sind diese Erkenntnisse, dass immer dann sicher von einem Trugbild, einer Selbsttäuschung ausgegangen werden kann, wenn ein tief verborgener Wunsch am Boden des Brunnen sitzend seine Augen sehnsüchtig auf  die Finger der morgendlichen Sonnenstrahlen heftet, drauf hoffend, dass sie diesmal vielleicht weit genug die steinernen feuchten Wände hinab zu gleiten vermögen, ihn zu erreichen.

Und zu retten.

Wie diese Erkenntnis dann in Darth-Vader-mäßigen Zorn umgeschlagen ist.

Eine Enttäuschung, die alles ertränkte und die Brücken hinter sich abbrannte.
Worte, die aus meinem Kopf purzelten, sich jeder bremsenden Vernunft und der gebotenen Sanftheit entrissen und ungestoppt in meine tippenden Finger flossen, dabei alles mit sich reißend von dem, was noch da war.

Es war ein Fehler. Es war falsch, so mit Dir zu reden.

Es war nicht gerecht, es war nicht gerechtfertigt.
Du hattest das nicht verdient, und eigentlich wusste ich das schon fünf Minuten später.
Da war es zu spät.

Mich selbst so unfair und grob zu erleben, und das gegenüber einem so wassersanften Menschen wir Dir, das habe ich mir nicht verziehen.
Es ist daher auch irrelevant, ob DU es mir verziehen hast.

Das gesprochene Wort und die ausgestreckte Hand, das sind jene zwei Dinge, die man nicht zurücknehmen kann.

Ich habe durch Dich etwas über mich gelernt, und leider war das eine von diesen Kugeln aus der großen, großen Kiste mit der Aufschrift "schmerzhafte Lektionen":


Dass ich mich dann auf mich nicht mehr verlassen kann, wenn ich Menschen wie Dir begegne.
Und damit kann es dann auch sonst Keiner.
Im Angesicht des in greifbarere Nähe Ersehnten und des darauffolgenden Verschwindens alles Erhofften werde ich unberechenbar und unkontrollierbar.
Eine Gefahr für alle.


Das Beste, was ich noch tun kann, ist dafür Sorge zu tragen, dass ich von Dir fern bleibe.

Denn Du verdienst so Vieles, so viel Gutes, Sanftes.
Und vor Allem so viel Besseres als das, was zu geben ich je vermocht hätte.

Das letzte Mal, als ich von Dir hörte, warst Du noch nicht angekommen.

Da, wo Du hin gehörst.
Da, wo Du verdienst hast, zu sein.
Im Haus mit den blauen Fensterläden.

Auch, wenn Du das hier nicht mehr lesen wirst, wie ich vermute:
Es tut mir leid.

Alles.
Ich hoffe, Du kommst irgendwann dahin, wo DAHEIM ist.

Hin und wieder an Dich zu denken und nicht anders zu können als zu weinen, ist mein gerechte Strafe.
Ich habe sie angenommen, denn sie ist gerecht.

Ich werde ihr nicht widersprechen, denn sie IST angemessen und das benötigt keinerlei Mitleid.
Weil ich in Wirklichkeit nicht dem echten Menschen hinterher trauere, sondern jenem Wesen, das ich in Dir hatte sehen wollen.


Und wem sollten schon Menschen leid tun, die Geister beweinen.



Donnerstag, 16. Februar 2017

Klotürmonster und Pornokacheln


Frau Juliane fand unlängst weibliche Geschlechtsteilapplikationen an ihrer Decke.

Bevor Sie jetzt Maßnahmen erwägen, die Dame einfach mal wieder unter Leute zu bringen
wegen ihres augescheinlichen Bedarfs an Sozialkontakten, muss ich sie in Schutz nehmen:

Auch bei UNS daheim wirkt die Kraft der Zeichen in unbelebten Gegenständen.
Auch HIER hat der Programmierer der Matrix, in der wir leben, kleine Hinterlassenschaften
seines Könnens (und seines Humors) deponiert.

Ich darf zunächst unsere Toilettentür vorstellen - in ihr wohnen hölzern vergruftet
und somit dauerhaft dem Zugriff auf die Lebenden versperrt zwei Geister.

Kleine Dämonen genauer gesagt: Jill und Joe.







Bedrohlich wirkten Sie nur die ersten Jahre in der neuen Wohnung - mittlerweile habe ich mich an sie und ihr Grinsen gewöhnt, nur selten tragen sie noch zur Endphase des Verdauungsprozesses bei (die Beiden wohnen exakt auf sitzender Augenhöhe auf der Innenseite der WC-Tür).

Dann wäre da noch meine Dusche - ich weiß nicht, woher die Motive für die Kacheln kommen, aber ich glaube, irgendjemand hat da 80er-Jahre-Pornos drauf projiziert während des Erstarrungsvorganges im Fliesenwerk.

Jedenfalls finde ich dort gar mannigfaltige Sauereien abgebildet, wenn man die Augen
nur ein wenig zukneift - vom "Oralsex" über das "von-unten-fotografierte-double-sandwich"
bis hin zu wilden Leck-Spielen, alles dabei.








Kann freilich auch alles meiner krankhaften Hormonsteuerung (besonders morgens kurz nach sieben) geschuldet sein.

Doch keine Sorge, Sie brauchen ob meiner Phantasiefülle keine Angst haben:
Keiner wird verletzt, (erstmal) Keiner wird gefesselt, Sie brauchen mich NICHT wieder siezen.


Mittwoch, 15. Februar 2017

Politiker, der


[ Mangels Zeit für Text 
heute nochmal ein bisschen Bildung in Bildern. ]


Dienstag, 14. Februar 2017

for all men


Warteschleifenmusik einer Urologiepraxis in Freiburg.
Sollten Sie sich anhören.

Enjoy.


Montag, 13. Februar 2017

The empire strikes back



for all ladies



[ ...und wieder Montag, willkommen zurück.

Lassen Sie uns eine gute Sitte fortsetzen
und den Montag wortkarg beginnen.

Zum Warmwerden und Wachwerden
bisschen was fürs weibliche Auge, einverstanden? ]




Samstag, 11. Februar 2017

cat content saturday


[ Bringen Sie etwas Ruhe in Ihren Samstag.

Ich unterstütze das.
Immer. ]




Freitag, 10. Februar 2017

Screenshotfriday KW 06


[ Na kommen Sie, das war eine ...intensive Woche.
War es doch, oder?

Also MIR hat's gelangt.
Und am Wochenende geht's auch noch auf die Ostalb.
Zur family.

Ich hoffe nur, die haben genug Sekt da.
Erholen Sie sich gut. ]













Donnerstag, 9. Februar 2017

the vantablack anniversary


Fast hätte ich es gar nicht zu dieser Geburtstagsfeier geschafft damals.
Babsi wurde 26 und ihr Freund hatte uns alle zu einer Überraschungsparty eingeladen.
Ich hätt's auch echt besser gelassen.

Erstens war ich direkt aus dem Geschäft gekommen und so, wie ich war -im Anzug-Dreiteiler-
in meinen Golf gestiegen und gleich ab, 300 km auf die Autobahn.
Die Haare hätten schon 3 Wochen vorher dringend eines Schnittes bedurft, ich sah wirklich nicht aus wie jemand, der jetzt auf eine Party gehen sollte.


Und zweitens - natürlich hätten auch längst die Winterreifen draufgezogen gehört.

Das wurde mir dann bei Heidelberg klar, als die bis auf Slicksprofil runtergefahrenen Sommerreifen schon nach 5 min Schneefall jeglichen Grip verloren und ich mich mitten auf der Autobahn um mich selber drehte.
Zum Glück war weit und breit keiner um mich herum und ich konnte zurücksetzen und weiterfahren.
Mit 180 Puls.


Die Party selbst war bis auf den Empfang an der Tür (Babsi sah mich und brach in Tränen aus)
eine ziemliche Gurke gewesen.
Die einzigen beiden, die ich noch unter den Gästen kannte, waren zwei Ex-Freundinnen, inzwischen miteinander befreundet.


Wir standen an einem Bistrotisch und die zwei tauschten angeschickert und gackernd alte Sex-Geschichten von mir aus  (vorwiegend meine Missgeschicke).
Nicht wirklich witzig.

Da half auch beschleunigte Alkoholzufuhr nix.

Als ich Dich an Babsis Tisch stehen sah, erkannte ich erstmal nur die riesigen Möpse.
Und die langen glatten dunklen Haare.

Das reichte, um mein Interesse zu wecken.
Es gab sogar noch den einen oder anderen Anfeuerungskommentar von der Ex-en-Bank.

Vorher musste ich noch warten, bis Du aufgehört hattest zu tanzen.

Während dieser Drecks-Weiber-Ohrwurm von den  Backstreet Boys lief, wollte ich auf keinen Fall zu Dir rüber.
Lieber noch ein bisschen den Titten beim Drehen zusehen.

In der nächsten Liedpause wechselte ich den Tisch.
Du tatest cool, aber lächeltest.

Meine Blicke über Deinen Körper waren Dir nicht verborgen geblieben.
Im Prinzip war es so, dass wir auch gleich ins Nebenzimmer hätten gehen können und übereinander herfallen, was wie Du später erzähltest auch Deine ursprüngliche Absicht gewesen war.

An das Telefonat ein paar Tage später erinnere ich mich noch gut.
"Na endlich" hattest Du mich begrüßt, als ich meinen Namen in den Hörer reingesprochen hatte.

Es folgte ein Treffen unter dem Label "Magie zweier Seelen".
Und noch eines und noch eines.
Und ab heute vor zwanzig Jahren waren wir dann offiziell zusammen.
Unser tiefschwarzes Jubiläum.


Naja. Zumindest sagtest Du das. Zumindest dachte ich, wir seien das.
Beim nächsten Golf hatte ich mir dann auch "unser" Datum ins Nummernschild verewigen lassen.
"- RZ 92". Für den neunten Februar, für Rain Zaubermann.
Wie bescheuert man doch ist, wenn man liebt.


Dieses Nummernschild kam mir übrigens vor 8 Jahren tatsächlich nochmal zufällig  auf einer Landstraße entgegen, da hab ich fast heulen müssen.
Und zwar nicht, weil es auf einem hässlichen gelben tiefergelegten Opel montiert war.

Ich habe absolut keinen Bock mehr, mich an Details zu entsinnen.
Oder zum zwölften Mal im siebten Blog niederzuschreiben, wie es ausging.
Es will Keiner mehr hören.
Nicht die Leser, nicht meine Psychotherapeutin, nicht mal ich selbst.

Es hat zu lange gebraucht, meinen Frieden damit zu machen.
Der Preis für das Erlebte war zu teuer.
Weitaus zu teuer.

Vergessen wäre toll.
So toll.


Bedauerlich, wie aufrichtige Liebe manchmal entlohnt wird. 
Wie der Captain schon ganz richtig feststellte:

"Romantische Liebe ist im Grunde nichts als ein dampfender Scheißhaufen,
ein verseuchtes Fixerbesteck"

Davon, dass (nach dem Du endgültig gegangen warst) ich nächtelang meine Finger in die Raufasertapete neben meinem Futonbett gekrallt hatte bis sie bluteten, haben sich meine Fingernägel übrigens nie wieder so ganz von dieser Misshandlung erholt.
Gewissermaßen sehe ich die Folgen von Dir also noch jeden Tag.


Na wenn DAS nicht dauerhafte Überreste einer Liebe sind.

So romantisch.
Nicht.


Mittwoch, 8. Februar 2017

wenn Frauen siegen


Wie ich an den Statistiken zu diesem Blog sehen konnte, gab es heute am frühen Nachmittag ...umfangreiche Versuche, in sehr kurzer Zeit einen "100k"-Zählerstand, ...hmm....gewissermaßen "herzustellen".
Wie rührend ;-). So viel Aufwand, für mich? ♥

Gewonnen hat aber dann doch eine Person, die dies auf keinen Fall getan hat.
Wie ich erfuhr, kam sie im Gegenteil gerade vom Einkaufen, als der Zähler kurz vor der großen Umrundung stand.

Und es war reiner Zufall gewesen, dass sie -die Milchtüten noch auf dem Arm- auf ihr Handy geschaut hatte und im richtigen Moment den Screenshot hatte anfertigen können.

Übrigens: Eine Wiederholungstäterin!
Ihr letzter Gewinn liegt aber schon ein paar Jahre zurück.

Also denn: Herzlichen Glückwunsch, Frau Laterne :-).

(Und lass Dich bloß nicht wieder von den "kreativen Vorschlägen"
in den Kommentaren verleiten, die hier in Kürze
hinsichtlich Deines Wunsches zu finden sein werden...^^)





100k


Zahlen machen nicht glücklich*, auch Blogbesucherzahlen nicht.
Tun Sie es doch, hat der so Beglückte ein Problem, finde ich.

Aber sie geben ein feedback, gewissermaßen.
Und DAS wiederum ist schon etwas, über das man sich freuen darf.

Wer sich nun wiederum nicht über positives feedback freuen kann (oder ostentativ zur Schau stellt,
wie egal ihm das doch alles sei), der hat auch wieder ein Problem^^.

Lange Anlauframpe für einen kurzen Inhalt: Es geht schon wieder los! ;-)


Wer mir per Screenshot in den Kommentaren oder per Email (klick) nachweist,
dass er/sie der 100.000 Besucher war (laut dem counter rechts),
darf sich von mir etwas wünschen.

Die Regeln sind die gleichen wie früher auch schon:

Bei mehreren gleichzeitigen 100k-Zählerständen (was bei blogspot vorkommen kann),
gewinnt, wer sich ALS ERSTES gemeldet hat, egal ob per Email oder in den Kommentaren.
Wer versucht zu bescheißen (was auch schon passiert ist), fliegt raus, auch für die kommenden events.

Und nach wie vor setze ich Vertrauen darauf, dass der Wunsch erfüllbar und nicht unverschämt ist.^^
Wobei ich was das angeht toleranter bin als Sie vermuten.


VIEL GLÜCK !




*ausgenommen vielleicht Schwanzlängen.

Dienstag, 7. Februar 2017

FeDoKo


Mann in der Küche,
samstags morgens um zehn.

Zeit für ein bisschen Atkins-Diät.
Welch' wunderbare Ausrede für ein kleines Fleischmassaker^^.

Wieder einmal ein Gericht, das auch die zickigste Frau ins Bett kocht,
wieder einmal ein männergerechtes Rezept in bewährter "1-Mann-1-Topf !"- Manier.

Es gab Fehmarner* Doppel-Kotelett.

Sie gehen zum Metzger und lassen sich ein doppeltes Kotelett geben,
also ungeschnitten, am Stück.
Pro Person eines von den Doppelten, versteht sich.

Vorteil 1:    Das Stück ist immer frisch, das haben die keinsfalls vorgeschnitten da.
Vorteil 2:    Die Metzgerazubine traut sich da nicht ran und holt von hinten den Meister. Gut!

Eine Stunde bevor Sie den Herd anmachen, holen Sie die Doppelkotelettes
aus dem Kühlschrank und reiben Sie ein, mit einem Rub aus

  • braunem Zucker
  • Salz
  • schwarzem frisch geriebenem Pfeffer
  • Paprikapulver (edelsüß)


Das Mischungsverhältnis brauchen Sie nicht beachten.
Sie können nichts falsch machen.
Glauben Sie mir, ich bin ein Mann.

So rund herum eingerieben lassen Sie das in einem Gefrierbeutel o.ä.
eine Stunde bei Zimmertemperatur liegen.

[ Die ganz Harten unter Ihnen könnten jetzt das Teil
noch mittig der Länge nach einschneiden und ein
"Kotelett bleu" daraus machen, also mit Käse
und Schinken befüllen und zunadeln.

Ich tu' das nicht, ich habe Seele. ]


Sodann nehmen Sie entweder eine tiefe schwere Pfanne oder -am Besten- einen Bräter,
lassen dort Öl und ein bis zwei Esslöffel Butterschmalz maximal heiß werden und dann
braten Sie die FeDoKos jeweils 4-5 Minuten von jeder Seite kross an (ohne Deckel).

Danach regeln Sie die Herdplatte auf ca. 2,5 von 9 runter und legen den Deckel drauf.
Nach etwa 22-25 min sind die Kotelettes innen gar gezogen und können serviert werden.

Wir hatten Feldsalat mit gehackten Walnüssen, Zwiebeln, Olivenöl und Balsamicoessig dazu.
(Noch etwas besser wäre Himbeeressig gewesen.)
Und das Curry-Zwiebel-Chutney oben drauf hatte ich noch vom letzten Burgerbraten,
das kennen Sie ja schon.

Übrigens:
Die FeDoKos signalisieren umgekehrt auch durchaus einem männlichen Gast-Esser,
den Sie als Frau vielleicht für sich begeistern wollen,
dass hier eine Frau am Werk ist, die den Begriff "Männeressen"

     a) verstanden hat
     b) umzusetzen könnens und willens ist
     c) die im Bett jemand braucht, der zuvor besser solcherlei Kraftfutter bekommen hat

Alles wichtige, gute Signale, die ein Mann versteht.

Mit seinen feinen Antennen.
Oder wenigstens mit der einen.

Guten Appetit beim Nachkochen. ♥



* oder so ähnlich