Mittwoch, 9. August 2017

Fragebögen ( I )



[ In der sehr gelb gestrichenen Praxis von Dr. Schwein
(der nicht nur aus diesem Grund mir irgendwie einem
alten Bekannten namens "King Lube III." ähnelt)
stieß ich auf etwas Ausborgenswertes.

Und da ich seit Längerem nix mehr gemacht habe
in Richtung "Webfundstücke, nehm' ich das
für heute hierher mit. ]




1.        Hast Du schon mal auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerk
öffentlich den Tod von Prominenten betrauert? In welcher Weise?


In den wenigen Monaten, in denen ich auf FB irrlichterte, tat ich das
genau EIN mal und zwar beim Tod vom Lemmy Kilmister.
Es war ein schlichter "R.I.P., Lemmy"-post, samt Foto von einem Live-Auftritt von Motörhead.


2.      Hast Du schon mal auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerk den Tod
von Freunden, Haustieren oder Familienmitgliedern betrauert? In welcher Weise?


Nein. Während der Zeit auf FB starb niemand aus meinem Bekanntenkreis,
und ich habe weder Familie noch Haustiere.



3.      Wann warst Du das letzte Mal auf einem Friedhof?


Letzte Woche. Ich gehe gern auf Friedhöfe.
Und das nicht nur, wenn ich Eichhörner fotografieren will^^.



4.      Wann hast Du das letzte Mal ein Social Media-Profil

einer verstorbenen Person aufgerufen?


Im Juni 2017. Es war das Xing-Profil eines seit mehr als zehn Monaten verstorbenen Kollegen
und ich fand es unglaublich, dass ihn noch niemand als verstorben gemeldet hatte.
Und wie schwierig es war, ihn als verstorben zu melden.



5.      Sollten Beerdigungen/Trauerfeiern auf Video aufgezeichnet und bei
Youtube hochgeladen werden? Warum (nicht)?


Solange sie SO vertont werden: JA.


6.      Wie viele Profile in sozialen Medien & Netzwerken existieren von Dir?

Kommt drauf an, was man unter Netzwerke versteht - social media Profile gibt es zwei.


7.       Wie viele Fotos hast Du selbst im Netz veröffentlicht?

Es dürften inzwischen weit mehr als 1000 sein.

8.      Wie viele Videos hast Du selbst im Netz veröffentlicht?

Inklusive der stillgelegten Plattformaccounts: Etwa 200.


9.      Würden Deine Familie in Deinem digitalen Nachlass “Überraschungen” finden?

Und OB.^^



10.   Benutzt Du Apps oder Verknüpfungen, mit denen Du einige Deiner
Tweets oder Facebook-Posts automatisch veröffentlichst?

Nein und das würde ich auch keinesfalls tun.

11.     Nutzt Du einen Passwort-Manager?

Nein. Ich habe bei den etwa 20 von mir laufend benötigten Passwörtern eine strenge Nomenklatur, vermittels derer ich mir auch vergessene Passwörter wieder herleiten kann.


12.    Wie viele Menschen wären (wenn sie wollten) in der Lage
auf Dein Emailpostfach zuzugreifen?

Auf meinen geschäftlichen Emailaccount: Jeder, der ein paar Minuten vor meinem
Bildschirm am Schreibtisch sitzt und logisch denken kann^^.

Auf meine acht privaten accounts: Niemand.


13.    Würden andere Menschen im Fall der Fälle in der Lage
Zugriff auf Deine Passwörter zu erhalten?
Ja.


14.   Weiß Deine Familie, dass sie als Hinterbliebene ggf. rechtlich
verantwortlich für Deine Online-Inhalte werden?
Nein.

15.   Sollen alle von Dir im Netz verfassten Inhalte
(Fotos, Texte, Videos…) verschwinden? Warum (nicht)?

Nein. Was ich zu Lebzeiten als veröffentlichungsfähig und -wert hielt, wird diesen Status
ja nicht allein durch mein Ableben verlieren.
Und ich finde digitale Friedhöfe (wie muellseite.de) eine schöne Möglichkeit, noch einmal in der Vergangenheit zu stöbern (sofern noch möglich) und den Gedanken und Worten des Verblichenen zu lauschen.

16.   Hast Du ein Testament verfasst?

Ja. Und eine Patientenverfügung. Und eine Vorsorgevollmacht. Und eine Organspendeverfügung.
(Für alle, die das für aufschiebbar oder sekundär halten, hätte ich ein paar real passierte Schauergeschichten zu erzählen)

17.   Hast Du Deinen digitalen Nachlass im Testament geregelt?

Nein. Das regele ich anders.

18.   Nutzt du einen Anbieter, um deinen digitalen Nachlass zu regeln?
Warum (nicht)?

Nein. Jemand wird rechtzeitig alle Zugangsdaten zu allen accounts erhalten.
Und diese Person soll dann selbst entscheiden, was damit passiert.


19.    Ist dieser Fragebogen der erste Anlass, Dir Gedanken
um den Digitalen Nachlass zu machen?

Nein.

20.  Wer sollte sich als nächstes Gedanken um den Digitalen Nachlass machen? 

Niemand, der noch nicht seine wirklich wichtigen Dinge geregelt hat (siehe Frage 16)




Kommentare:

  1. King Lube klingt nach Adel. Sehr interessant.

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    1. Ein absolut toller Schreiber, seinetwegen kaufte ich mal ein Buch verschiedener Autoren - gelesen davon habe ich nur seine Zeilen!.
      Sein Blog verwaist leider seit Jahren, aber noch gibt es ihn, auch wenn zwischenzeitlich von gelb auf grün umgestellt wurde:
      http://kinglubeiii.twoday.net/

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  2. 8 private e-mail-Accounts? Warum? Wozu? Das würde mich echt überfordern. Ich habe privat 2 gültige mailadressen, und wie du weißt, komm ich noch nicht mal mit denen zurecht.

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    1. Ja, acht. Eine für Bestellungen, eine private, eine ultra-private, eine für den Blog, eine für Newsletter, eine für halb-geschäftliche Weiterleitungen, und zwei sind historisch bedingt.^^
      Und nein, auch ich komme nicht damit zurecht, aber auf allen Geräten sind autologins ^^.

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  3. Was für ein heiterer Post am Morgen. Aber wichtig. Danke den Herren für den Tritt in den Allerwertesten. Böse Überraschungen hält mein "Digitaler Nachlass" nicht bereit. Der Junior ist über mein Onlinetreiben stets informiert und auf Instagram sogar mit mir vernetzt (sein Vorschlag). Die wirklichen Überraschungen fänden sich auf der Festplatte, die gemeinsam mit mir ins Gras beißt. ;)

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    1. Oh, gern geschehen^^.
      Die Festplatte ist unser dunkler Hort aller Geheimnisse...^^

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  4. Ich habe glaube ich mehr als 8 Mailadressen, Nutzung querbeet. Aber Überblick habe ich da auch nicht :D

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    1. Je mehr, je besser.
      Ist wie mit...hmm, was fällt mir da als Vergleich ein?^^ ERDBEEREN! :-D

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